Zwei Fahrten – Zwei Welten… Unterwegs #1 – Teil 1

Die Zugfahrten Montag Abend und Dienstag Abend waren ein purer Kontrast vom absoluten intellektuellen Nirvana zum Erlebnis höchst geistiger Gesprächswelten. Jedenfalls die Hinfahrten zur Schicht. Montags stiegen ein Kollege und ich in ein Abteil, wo alkoholisierte Jugendliche lauthals Musik eines rechten Liedermachers hörten und sich regelrecht gröhlend abfeierten. Mein älterer Kollege stieg als Erster ein, setzte sich auf einen Vierersitz schräg gegenüber jener Chaoten und war alsgleich in deren Blickfeld. „Opi, willste mit feiern?“ empfingen sie ihn spottend. Als ich eintrat und die Beiden ernst anstarrte war ganz kurz Ruhe, der „Opi“ hatte ja eine Begleitperson… Bald jedoch drehten sie ihre Anlage auf und gröhlten lauthals rum. Wir setzten unsere mp3 Player auf. Trotz voller Lautstärke waren diese geistig Unterbelichteten immer noch zu hören. Jedoch verloren sie Minuten später die Lust und gingen noch vor der letzten Haltestelle in ein anderes Abteil… (wird fortgesetzt)

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8 Antworten zu “Zwei Fahrten – Zwei Welten… Unterwegs #1 – Teil 1

  1. Vor einer Woche stand im Tagesspiegel, dass die Bahn solche Pöbeleien in Zügen jetzt strafrechtlich verfolgen will: http://url9.de/irP
    Aber keine Ahnung, wie die das machen wollen, dann brauchen sie ja mehr Personal… Vielleicht ist das nur Gerede.
    Ich fahr sowas ja fast nie, aber wenn, dann finde ich es manchmal schon ein bisschen gruslig.

    • Danke für den hilfreichen Link. Ich sehe das ähnlich wie Du… Vor Allem wenn Fußballspiele ausgetragen werden ist es schlecht möglich gegen eine größere Anzahl solcher Personen vorzugehen. Theorie und Praxis liegen weit auseinander. Wünsche einen schönen Abend. Gleich geht es bei mir wieder auf die Reise.

  2. Mag solche Pöbelein in den Bahnen gar nicht!! 😦

    • Ich auch nicht… Frauen sind vielleicht noch eher Opfer von Anmachen oder Belästigungen. Selten ist es ruhig oder angenehm gesellig. Noch vor 10… 15 Jahren waren Bahnfahrten angenehmer…

  3. Arnold Bathurst

    Ich wurde mal von fünf Idioten zusammengeschubst. Ich war betrunken, also merkte ich die Gewaltätigkeiten nicht so sehr. Man weiß ja wie es ist: Einen Besoffenen kann man nicht umhauen. Also: Umhauen schon, aber man kriegt ihn nicht gebrochen. Na ja und ich war so betrunken, dass ich die Idioten als Opfer der instrumentellen Vernuft beschimpfte. Sie hörten nur Opfer raus und wollten schon zuschlagen. Ich lief davon. Einer hinterher. Ich überlegte mir hinter der nächsten Häuserecke auf ihn zu lauern, um ihm ordentlich eine runterzubraten. Tat ich dann aber nicht. Ich alter Feigling.

    LG

    Arnold Bathurst

    P.S. An dieser Stelle muss ich Werbung für meinen neuen Blog machen (Wenn es genehm ist. Ansonsten musst du den Kommentar löschen). Ich will auf ihm versuchen, meinen kleinen Studentenjob zu beschreiben (www.diefeldarbeit.wordpress.com)

    • „Feige“ sein ist manchmal vielleicht besser. Wenn man so richtig in Rage ist und nur rot sieht, kann man unberechenbar werden. Ja, stimmt. Leute mit viel Alk intus scheinen da weniger zu spüren.

  4. Ich hab hier total viel nachzuholen mit Lesen, weil mich WordPress nicht benachrichtigt, wenn du neue Artikel einstellst…
    Also dann:
    was ist überhaupt die instrumentelle Vernunft ? Ist es schlimm, derer Opfer zu sein ?

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