Wissen & Erfahrungen… etwas weiter geben

Fast vier Jahre stehe ich in Lohn und Brot, habe viele Menschen kommen und auch gehen gesehen. Damals, als ich anfing, tat ich mich schwer, war nervös und brauchte einige Zeit, um Arbeitsprozesse und -abläufe zu kapieren.
Die Zeit ohne Arbeit zersetzte meinen Lebenswillen – steuerte mein Selbstbewusstsein auf den absoluten Nullpunkt.
Ich musste erst mal lernen mich wieder in den Griff zu bekommen. Doch dann begann sie, die neue Zeit. Da wo ich mich anfangs noch nicht einbringen konnte, half ich bei den notwendigen „Nebenabläufen“; schrieb einzelne Schritte auf und verinnerlichte sie mir auch zu Hause. Ich zeigte Interesse, brachte mich ein und war froh aus den Mühlen des ALG 2 entkommen zu sein. Auch die Leute, die etwa um die selbe Zeit anfingen taten dies mehr oder weniger. Es war auch selbstverständlich uns auszutauschen, wir standen ja alle am Anfang. Wir sammelten die Erfahrungen aus der Einarbeitung durch die Kollegen, der täglich anfallenden Abläufe. Wir stellten schnell fest, den Einen lag mehr dies, den Anderen mehr jenes. Und dann war es auch für uns an der Zeit Erlerntes weiter zu geben.
Manch Einer der Neuen begriff die Ganze Prozedur schneller als man damals selber, das war aber eher die Ausnahme. Man war und ist froh, das sie zum Kollektiv gehören oder aber gehörten.
Leider begriffen nicht alle die Bedeutung dieser Chance aus den Erfahrungsschatz der Anderen einen Nutzen zu ziehen.Bei manch Einen warf man förmlich „Perlen vor die Säue“. Sie wurden nicht Unterstützer, eher Hemmschuhe der Kolleg_innen. Die anfallende Arbeit wurde mit Unlust verrichtet – vermeidbare Fehler häuften sich. Zum Glück sind Viele von jenen weg, aber auch unverzichtbare Menschen gingen, weil Lebenswege und private Notwendigkeiten dies erforderten.
Gestern war ich mal wieder dabei einen neuen Kollegen einzuarbeiten. Er zeigte Interesse, war physisch und psychisch in der Lage gewisse Notwendigkeiten zu erkennen, damit die Prozesskette auch gut verknüpft bleibt.
Zum Schichtende unterhielten wir uns und er fand meine Erklärungen hilfreich, das baut auf!
Es ist mal wieder ein gutes Gefühl nicht gegen den Wind gesprochen zu haben. Manchmal muss man einfach hoffen, das der richtige Mensch den richtigen Platz gefunden hat.

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