„Seni seviyoruz Tuğçe“ – von Zivilcourage und einen erloschenen Leben

Tuğçe musste sterben, weil sie sich mit großen Mut für andere Menschen einsetzte. Wir hörten, lasen, sahen alle die Nachrichten. Mittlerweile wurde auf Wikipedia ein Artikel über  Tuğçe Albayrak verfasst, in welchem man über ihr Leben, die Umstände ihres frühen Todes nachlesen kann.
Ist der, der hilft der Dumme und etwa selbst Schuld, wenn man aktiv ins Geschehen eingreift? Manch Einer könnte zu solchen Schlussfolgerungen kommen. NEIN, so soll und darf man nicht denken! Es gibt viele Formen, nicht nur aktive, um solche Situation zu deeskalieren – sei es der Ruf es zu unterlassen, Fotos zu machen, die Polizei zu verständigen… Wegschauen oder schlimmer noch sensationslüstern zu gaffen ist ein Verbrechen! Gedenken wir den Leben dieser mutigen jungen Frau, indem wir, nach unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten eingreifen! Schauen wir nicht weg, wenn andere um Hilfe rufen! Und mehr noch: Entwickeln wir ein Gemeinschaftskonsens gegen kleine und große Ungerechtigkeiten des Alltags. So können wir Menschen wie Tuğçe gedenken! Ich hoffe meine Leser_innen sehen dies ebenso!

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Autor: alltagsfreak

Der Alltag schreibt Bände, oft fehlen die richtigen Worte! Ich schreibe gerne, darum dieses Blog alltagstauglichkeitstest.wordpress.com das ebenfalls private, aber nicht zu persönliche Blog: http://genaubetrachtet.wordpress.com

7 Kommentare zu „„Seni seviyoruz Tuğçe“ – von Zivilcourage und einen erloschenen Leben“

    1. Die Hemmschwelle der Gewalt ist rapide gesunken. Die Vorstufe „Mobbing“ zum „Volkssport“ geworden. Wir leben in einer kranken Gesellschaft. Auch ich denke, dass heute öfter weggesehen wird. Leider. Aber das MUSS sich ÄNDERN!

  1. Genau so ist es. Zu diesem Thema gibt es auch ein Gedicht, es heißt: die Kinder im Hof (und findet sich in meinem Lyrik-Blog).
    Aber man muss es auch nicht gelesen haben, um zu wissen: Zuschauen und Gewalt geschehen lassen, tolerieren und ignorieren ist ein Verbrechen!

    1. Ich gebe zu. Auch ich habe mal weggesehen. Nach der Geburtstagsfeier meines besten Freundes, wir waren stark alkoholisiert, über 10 Stunden gefeiert, 24 h wach, torkelten wir übermüdet zur Unterkunft und konnten als Zeugen einer Prügelei nicht schnell genug reagieren. Als wir unser Handy vorhalten, hätte eine junge Frau geistesgegenwärtig den Notruf gewählt. In meiner Ausbildungszeit vor über 20 Jahren schlugen wir einen alkoholisierten Fahrgast nieder, der auf einen Busfahrer eindrosch. Als Zeugen hielten wir ihn in Schach (zu dritt) bis die Polizei eintraf. Alleine wäre ich dazu nicht mutig genug gewesen…

  2. Aber nicht schnell genug handeln KÖNNEN ist immer noch was anderes, als es gar nicht erst versucht zu haben. Und in dem anderen Fall hast Du doch schnell genug reagiert… zusammen mit anderen, umso besser.
    Und selbst wenn man mal weggesehen oder sogar selbst Gewalt ausgeübt hat: Schuldgefühle und schlechtes Gewissen (allein) führen zu nichts.
    Sobald man seine Konsequenzen zieht und seine Einstellung und sein Verhalten ändert, tut man das Richtige. Und darauf kommt es an.
    Darauf dass man (ab) sofort, (ab) jetzt handelt und hinschaut und hilft.

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