Ein Abschiedsgruß

Seit 2011 betreibe ich nun schon diesen Blog. Um Eines vorweg zu nehmen ich werde ihn auch weiter betreiben. Es ist nicht der Abschied von meinen Blog selber, sondern ein Nachruf an eine Blognachbarin Chaoskatze. Durch Zufall las ich von ihrem Ableben.

Ich durchforstete meine Statistik mit den Links aus den Anfangstagen. Damals konnte man direkt über die wordpress.com Startseite sehen, welches der aktuellste Beitrag war, welche Themen angesagt waren und welche Blogs hoch frequentiert waren. Diese Startseite war auch für viele Andere eine Anlaufstelle. Dort stieß ich schnell auf Blogs, wie Der Emil, Pantherpinte..  Angelos Blog fand man meist an oberster Stelle… Viele der anderen Blogs aus dieser Zeit gibt es auch nicht mehr. Manche, wie Arnold Bathurst vermisse ich… Durch diese Links besuchte ich dann auch deren Blognachbarn und stieß auf viele neue interessante Blogs.

Der Blog der Chaoskatze, ihr Kampf gegen den Krebs, veranlasste mich öfters ihre Seite zu besuchen – meist als stiller Leser. Meine Mutter und deren Mutter starben an Krebs – kürzlich erst ein befreundeter Kollege. Kurzum, ihre Alltagserlebnisse ließen mich schon allein wegen der eigenen Berührung zu diesem Thema nicht kalt. Ihr Mut, ihr Kampf waren anerkennenswert. Ich widme diesen späten Abschied auch jenen, die sich im Kampf gegen Krankheit, oder auch „nur“ den normalen Wahnsinn des Alltages befinden. Bleibt stark!

Diese Woche wird eine lange Arbeitswoche. Ich hoffe jedoch mich noch einmal vor dem Jahreswechsel zu melden. Zeit habe ich diese Woche kaum für Gegenbesuche!

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Man denkt, es wäre abgehakt

Jetzt sitze ich hier, denke über das Ableben eines Familienangehörigen nach, mit welchem der Kontakt bereits Mitte der 90er Jahre abgebrochen ist. Ich erfuhr heute gegen 14 Uhr davon, als mich der Postbote aus dem Schlaf klingelte.  Ein Einschreiben von einer Person, mit welcher ich auch aus dieser Zeit abgeschlossen habe. Ich überfliege die Zeilen ‚… dahingeschieden Dezember 2014…“
Als Kind mochte ich jenen Verwandten – freute mich,  wenn er zu Besuch kam. Als 1989 die Grenzen sich öffneten, kam man öfter in Kontakt – erlebte die Licht und Schattenseiten… Es endete letztendlich im Streit… Doch trotz allem – ein Stück Trauer bleibt. Ich bin trauererfahren seit meiner Kindheit. Es bewegt weniger heutzutage. Doch die Erinnerung bleibt. Ich verabschiede mich von ihm mir einen leisen: „Ruhe in Frieden! „

Noch ein Abschied… Teil 1

Vor einiger Zeit schrieb ich, daß ich in dieser Jahreszeit eher vom Verstand geprägt bin als vom Herzen… Es stimmt. Im Früjahr bis zum Herbst hätte mir DIESER Abschied förmlich das Herz zerissen. Vorgestern Nacht erfuhr ich, daß uns eine gute Kollegin verläßt – gestern Nacht habe ich sie umarmt. Über 20 Monate habe ich mit ihr zusammen gearbeitet. Sie war für mich wie eine kleine Schwester, diese zierliche junge Frau, die so hart arbeiten konnte wie ein Mann. Ihre liebliche Stimme, ihr lebhaftes und doch so liebevoll sensibles Wesen; die Art wie sie arbeitete, sich gab… All das ist seit gestern Nacht Vergangenheit. Sie war schon einige Jahre länger dort, doch sie ging wegen ihrer Familie, damit sie sich ihrer kleinen Tochter mehr widmen kann. Sie hat schon eine Stelle gefunden, die sie in ein paar Tagen antritt. Die Nachtschichten sind für viele Familienmenschen nicht geeignet, wenn Lebenspartner noch dazu in der Ferne arbeiten. Ich bin kein Familienmensch, diese Arbeit ist…

Ein Kommen und Gehen…

Vorgestern bekam ich viele Grüße zugesandt. Von Menschen, die man schon vor langer Zeit kennengelernt hat, wie einen guten Freund und Bekannten – über 22 Jahre. Auch Kollegen, die man erst Monate oder Wochen kennt, riefen an, simsten mir oder ließen welche über verschiedenste Plattformen da. Bei einen dieser Grüße wurde ich nachdenklich. Etwa der einer guten Kollegin, mit welcher man gerne zusammen gearbeitet hatte. Fleißig, freundlich und zuverlässig – all das fällt mir ein, wenn ich an sie denke. Doch ihre Befristung lief aus, so wie die der vielen Menschen mit denen man abends zur Arbeit – morgens von ihr gefahren ist. Ausgerechnet mein Geburtstag war deren letzte Schicht. Alltag und Gewohnheit ändert sich nun. Das Drehbuch des Lebens steicht ihre Rollen. Ist es nur ein Abschied auf Zeit oder für immer?