In Bewegung bleiben…

…körperlich, wie auch geistig. Beides ist nicht immer leicht. Oft fällt es schwer erlerntes Wissen aus den Hirnzellen hervorzukramen, weinn es Ewigkeiten nicht mehr reaktiviert wurde. Gerade  an meinen lagen Wochenende im Schichtrad hat man mal Zeit zum reflektieren der verschiedensten Gedanken.

wpid-img_20141030_183318.jpg

Beim Aufräumen sortierte ich Bücher, Nachschlagewerke und Hefter voller Mitschriften über verschiedenste Fächer. Mathematik, Technische Physik, Bodenkunde…blätterte kurz in ihnen herum und stellte fest, das Vieles, was man erlernte in Vergessenheit geraten ist. Hat man keinen Bezugspunkt zum Erlernten im Berufs- und Alltagsleben, dann nimmt dieses Wissen beträchtlich ab. Wozu auch sich damit beschäftigen? Das Grundliegende, was man in der Unterstufe erlernte, Lesen, schreiben, das kleine „1*1“ bleibt erhalten…

Der „Generation Rechnenschieber“ gehörte ich nicht mehr an. Die Schülerinnen und Schüler, welche 1..2 Jahre früher eingeschult wurden, lernten ihn (zur DDR Zeit) noch kennen. Der Taschenrechner „SR 1“ mit sowohl Grundrechnen, Trigonometrie, höhere Rechenarten nahm Vieles an Denkarbeit ab.

Klingt doch toll, oder? Das Denken wird einen abgenommen, was soll man sich denn damit auch noch beschäftigen? Zunächst liegen die Vorteile auf der Hand

  • Zeitersparnis (das rechnen geht schneller von der Hand, man braucht weniger an Zeit und auch Nerven)
  • diese Zeitersparnis „könnte man“ nun für andere Arbeiten sinnvoll nutzen

Stopp

Jedoch… So toll dies auch immer klingen mag, die kognitiven Fähigkeiten, wie die Herleitung von Berechnungsvorgängen gehen verloren. Nun bin ich Ewigkeiten aus der Schule raus und weiß nun nicht, was die Handschrift heute noch an Bedeutung hat. Was soll’s – möge man denken. Warun kompliziert, wenn es auch einfacher geht? Zumal leben wir in einer schnelllebigen Zeit…

Vor über 2 – 3 Generationen war in Schulen „Stenographie“ noch ein normales Schulfach. Heute gibt es (bereits seit über 50 Jahren) Geräte, mit welchen man Audioaufnahmen aufzeichnen kann. (Tonbandgeräte, Kassettenrekorder, Audioplayer…) Nun stellen wir uns vor wir sitzen auf einer Veranstaltung und möchten so viel wie möglich an Informationen „mitnehmen“ . Hat weder Videorekorder noch Handys parat (oder der Akku verabschiedet sich grade 🙂 ) Wäre es nicht herrlich, könnte man die Mono- und Dialoge nicht „Wort für Wort“ aufzeichnen? Verfolgen, ob das Gesagte wahrheitsgetreu wieder gegeben wurde und nicht beabsichtigt oder unbeabsichtigt von Jornalisten verrissen wurde? Es braucht ja nicht nur eine x belibige Veranstaltung zu sein – eine Vorlesung auf Hochschulen ist ein geeigetes Beispiel..

Schön wäre es, wenn gerade solche Grundlagen aus den Hirnszellen abrufbar wären. Es ist vermeintlich uneffektiv, hat aber einen gewissen und sehr bedeutenden Nutzwert.

Trotzdem ich eine Schreibgeschwindigkeit an der Tastatur von weit über 200 Anschlägen in der Minute habe, könnte ich nicht mal annähernd „Wort für Wort“ Gesagtes in Geschriebenes umwandeln. Ich hatte mal „aus Spaß“ so einen Selbstversuch gestartet…

zur körperlichen Bewegung…

Was der Geist abnimmt, das nimmt der Körper zu, wenn man nicht in Bewegung bleibt. Über Mangel an Bewegung kann ich mich auch ohne Laufsport nicht geklagen. In meinen Berufsleben packe ich schwer an, habe sehr viel an Arm und Beinarbeit… Trotz dieser Tatsache bin ich auf der Waage im dreistelligen Bereich. Nun auch an den Essgewohnheiten muß ich noch arbeiten. Ich esse immernoch zuviel an Süßkram.

In Bewegung bleiben! – diesen Apell richte ich erstlinig an mich selber. Ich bin froh, dass ich die schichtfreien Tage für Sport nutze und gerade beim gestrigen kühlen Wetter knapp 7 km hinter mich brachte. (Eine neue Folge: „Läufts? – Der innere Schweinehund…“ ist schon geplant) Heute ist (sportlich gesehen) ein Ruhetag.

In Bewegung bleiben sollten wir alle gerade in einer Zeit, wo sich Ereignisse permanent überschlagen. Den Herrschenden sind die (geistig) trägen Menschen am liebsten die nichts hinterfragen, alles hinnehmen oder sich von Phrasen beeinflussen lassen. In Bewegung bleiben hilft auch Synthome und Ursachen von Problemen zu unterscheiden. In körperlicher Bewegung bleiben half mir den heißen Arbeitssonntag von über 36 Grad (körperlich gesehen) letzte Woche besser zu meistern.

wpid-DSC_0012.jpg

Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern ein angenehmes, kühles Wochenende!

Werbung

PEGIDA – wofür steht diese Bewegung?

Ich schaue in mein Facebook Account,  stelle fest, dass ich in einer PEGIDA Gruppe hinzugefügt wurde.  „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Irgendeiner meiner „Freunde“ hat dies verzapft und allsgleich entferne ich mich aus dieser Gruppe und wechsle Selbigen „Hinzufüger“ auf eine andere Liste – zu: „ignorierten Personen“.
Wie jetzt?  Ist der Bloginhaber etwa Moslem oder gar ein fundamentalistischer Islamist? – Nein. Ich habe gegen jede Art religiösen Fundamentalismus etwas einzuwenden. Sich „nur“ gegen eine ausgesuchte Gruppe zu wenden riecht mir „ein wenig“ nach einer gewissen Bewegung,  die unserem Land einen riesigen Schaden zufügte und die Welt in einen grauenhaften Krieg stürzte. Gleich daneben schließen sich die „HoGeSa“ an und wie weit ist es von diesen zu nationalistischen Kräften da noch entfernt?  Wie denkt der Leser / die Leserin zu diesen Thema?

„Warum denn in die Ferne schweifen sind doch die Trottel…

…stets so nah“. Ja, das war das Motto des Tages bis jetzt.
Am späten Mittag stand ich auf und begann mit der Hausarbeit. Dazu muss ich mich auch derzeit förmlich überwinden. Schnell kommt meist die chronische Lustlosigkeit, Fernsehprogramm und andere Nichtigkeiten dazwischen, die Arbeit wird durch so viel Ablenkung natürlich nach hinten verschoben. Selbstkritisch kann man unter  diesen Gesichtspunkt sich wohl als Trottel bezeichnen.
Frische Luft und Bewegung tun gut und halten den Kreislauf in Schwung. Also wieder mal ein kleinerer Einkauf. Eigentlich sollte es ein ausgedehnter Spaziergang werden, es blieb aber bei den Supermarkt in nächster Nähe. Ich fand ja alles was ich brauchte dort.
Aus den Kleinigkeiten, die man mitnehmen wollte, wurde mehr. Auf zum Getränkbereich. Eine Frau lief vorwärts, blickte zur Seite und stieß fast mit mir zusammen. Ich brachte ihr lautstark meinen Ärger zum Ausdruck, unbeeindruckt lief sie weiter. Sie stand wohl „unter Stoff“ – jedenfalls roch sie stark nach Fusel. Körpergeruch und Aussehen der Dame „harmonierten“ sozusagen miteinander. An der Kasse die nächste Erscheinung. Ein Knabe stelle sein Einkaufsgut aufs Band und verschob sein Zeug, als sich es vorwärts bewegte nach hinten. Ich fragte ihn ‚höflich‘, ob er noch alle Latten am Zaun habe. Sogleich blickte mich die Dame vor ihm finster und verständnislos an. Anscheinend die Oma des Knaben, welche mir suggerieren wollte, dass ich ihn wohl intellektuell überfordere. Vom äusseren Anschein schien der Knabe ja ‚erst‘ etwa 13 Jahre alt zu sein, ein Alter anscheinend wo ihr „Herzilein“ noch nicht das Sozialverhalten beim Einkaufen verstehen könne…
Raus aus den Laden und Rückweg voll beladen angetreten. Vorbei an denen, die sich lautstark ihr Bierchen schmecken ließen. Der Alltag schreibt die schönsten Geschichten – der Blog füllt sich stetig weiter.