Einheit… Sind wir das Volk?

Vor 23 Jahren, am 3. Oktober 1990 fand die Einheit Deutschlands statt – der Tag der deutschen Einheit. Eine Vereinigung heißt eigentlich eine Verschmelzung. Trifft ein Spermium auf eine Eizelle, werden dem Kind, nicht immer im Verhältnis von 50%, die Erbanlagen beider Eltern vererbt. Oft kommt es zu komischen Konstellationen. Der 23. Chromosomensatensatz beim Menschen entscheidet, ob wir männliche oder weibliche Geschlechts- und Wesensmerkmale erhalten. Soviel zum Menschen. Die Gesellschaft ist die Summe aller in ihr lebenden Menschen, so auch Staat und Land. Eine Gesellschaft also recht unterschiedlicher Individuen. Egal wie man zu dieser Einheit politisch stehen mag, wir sind Bürgerinnen und Bürger dieses vereinigten deutschen Staates. War es denn auch eine Einheit? Einige, wie auch ich meinen es war ein schlichter Beitritt der DDR zur BRD. Ich selber war gegen diese Art und Weise, Form und auch den temporären Vorgang des Beitritts, jedoch nicht gegen die Tatsache, dass das Land Deutschlands wieder ein Land werden wird. Familien waren durch Grenzen getrennt, auch so meine eigene. Es fällt mir also schwer einen objektiven Standpunkt einzunehmen. Ich habe in trtrotzdem. Um in aller Ausführlichkeit darüber zu schreiben brauche ich Zeit. Diese habe ich heute nicht. Ich setze diesen Bericht bald fort. Einen schönen Tag!

Noch ein Abschied… Teil 1

Vor einiger Zeit schrieb ich, daß ich in dieser Jahreszeit eher vom Verstand geprägt bin als vom Herzen… Es stimmt. Im Früjahr bis zum Herbst hätte mir DIESER Abschied förmlich das Herz zerissen. Vorgestern Nacht erfuhr ich, daß uns eine gute Kollegin verläßt – gestern Nacht habe ich sie umarmt. Über 20 Monate habe ich mit ihr zusammen gearbeitet. Sie war für mich wie eine kleine Schwester, diese zierliche junge Frau, die so hart arbeiten konnte wie ein Mann. Ihre liebliche Stimme, ihr lebhaftes und doch so liebevoll sensibles Wesen; die Art wie sie arbeitete, sich gab… All das ist seit gestern Nacht Vergangenheit. Sie war schon einige Jahre länger dort, doch sie ging wegen ihrer Familie, damit sie sich ihrer kleinen Tochter mehr widmen kann. Sie hat schon eine Stelle gefunden, die sie in ein paar Tagen antritt. Die Nachtschichten sind für viele Familienmenschen nicht geeignet, wenn Lebenspartner noch dazu in der Ferne arbeiten. Ich bin kein Familienmensch, diese Arbeit ist…

Jamie ist tot – Nachruf an einen Kater

Eigentlich wollte ich meinen  vorhergehenden Beitrag nahtlos fortsetzen, doch dann laß ich sie, die Mail eines Bekannten, den ich viele Wochen nicht mehr sah. Ich ein Nachtmensch, er geht meist früh zu Bett. Nein, um Niemanden unnötig zu beunruhigen, es handelt sich nicht um ihn selbst, sondern seinen zutraulichen, gemütlichen und alten Kater. Jedesmal, wenn ich ihn besuchte, gesellte sich das treue Tier zu uns. Das Wort „nur“ habe ich bewußt ausgeklammert. Ein Tier kann ans Herz wachsen, dies weiß ich selber. Haustiere haben nicht nur für Kinder einen hohen Stellenwert, auch viele Erwachsene werden beim Ableben ihrer Haustiere sentimental…

Dies ist mein Nachruf an Jamie.

Auch mir wird er etwas fehlen, wenn ich ihn und seine Frau mal wieder besuche. Sein herumstreunen , das sanfte Knurren und seine Geselligkeit war Alltag und Gewohnheit bei meinen Besuchen der nun durchbrochen ist. Ruhe sanft Jamie!

Musikalische Gefühlsstürme und Gedankensprünge -Teil 1

Wer kennt das nicht? Man geht einer Tätigkeit nach, sei es das alltägliche Einkaufen, Hausarbeit, wie Treppe wischen, Wäsche waschen… All die Dinge, die mit mehr oder weniger Freude, Gründlichkeit, Zeit… erledigt werden müssen. Sei es für sich selber, die liebe Familie, je nach dem in welcher Lebensform man „verbandelt“ ist. Man erledigt sie halt wie immer, mancher sogar nach Zeitplan und plötzlich; ja urplötzlich ist Alles wie auf den Kopf gestellt. Im Kopf nistet sich eine bekannte Melodie ein, mit welcher man etwas ganz Persönliches, ja Individuelles verbindet. Belangloses, wie ein herbstlicher Tag, an welchem man am Horizont eine bestimmte; eigenartige Wolkenformation beobachte… Vielleicht etwas Einschneidendes, was das eigene Leben schlagartig veränderte. Positives, wie der erste Kuß in Kindertagen; das „erste Mal“ in frühen oder späteren Jugendtagen. Negatives, wie der Tod eines geliebten Menschens… Gerade hatte ich so einen Augenblick. Die Melodie… (Fortsetzung folgt)