Frühjahrsputz und Analysen

Diese Woche ist geschafft – langes Wochenende in der sich wiederholenden Schichtroutine. Ich habe Zeit und sie gleich heute genutzt. Würde ich arbeiten, wäre ich schon ab 18 Uhr im „Berufsverkehr“ – heute sitze ich entspannt vor dem Laptop – hatte etwas Zeit für den Frühjahrsputz – Trennung von Wertstoffen, Putzarbeiten… genutzt. Es ist Abend und da ist für mich Zeit zum durchatmen. Um die Zeit bin ich in der Woche munter. Meist geht es, wenn ich arbeite erst morgens gegen 8 Uhr schlafen – heute „ein wenig“ früher. 🙂

Analysen nach den Wahlen!

In meinen Bekanntenkreis kenne ich 3 Leute, welche mit mindestens einer oder beiden Stimmen AfD gewählt haben. Ein Bekannter vertritt generell eine „nationale Sichtweise“. Egal wie die politische Lage auch immer sein möge – der hätte eine rechte Partei gewählt. Ihn zu befragen sah ich also nicht für notwendig.

2 meiner näheren Bekannten, sogar enge Freunde, haben mit mindestens der Kandidatenstimme oder der Zweitstimme die AfD gewählt. Auch ihnen waren die genannten Fakten zum Wahlprogramm (siehe meinen letzten Blogartikel) bekannt.

Es kristallisierten sich bei Beiden folgende Punkte heraus:

  1. zu den Weihnachtsfeiertagen fanden bei verschiedenen Marktketten ausschließlich Sammlungen für Flüchtlinge (nicht generell für Suppenküchen, sozial Schwache wie in den vergangenen Jahren) statt. Sie fanden die reine Fokusierung auf die „Asylproblematik“ von sozialen Engagement „störend“
  2. auf die Ereignisse in Köln und andere Städte Deutschlands zum Jahreswechsel (sexuelle Übergriffe gegen Frauen, Gewalttaten..) wurde in ihren Augen nicht hart genug durchgegriffen.
  3. sie vertraten die Meinung, dass die „anderen“ Parteien die Ängste der Leute, bezüglich den 2. Punkt, nicht ernst genug nimmt und entsprechend handelt (Ausweisung von Gewalttätern)…

Es folgten noch andere Beweggründe („Angst vor Überfremdung“, „Deutschland soll nicht alleine Flüchtlinge aufnehmen“…).

Ich fragte Beide, was sie denn gewählt hätten, wäre die Fokusierung auf dieses Thema nicht oder nur gering vorhanden. Einer hätte sich zwischen CDU und SPD entschieden – der Andere hätte „Die Linke“, wie in den vergangenen Jahren zuvor, angekreuzt.

Traurig fand ich, das Sahra Wagenknecht sich mit ihrer Aussage (siehe Artikel Spiegel „Wagenknecht und das Asylrecht“) nicht programmatisch bei den Linken durchsetzen konnten (siehe Punkt 2).

Aber auch die genannten Punkte stießen mir auf – jedoch mit dem Unterschied sie nicht zu wählen! Wer überrascht über diese Resultate ist, hat die Beweggründe der Wähler nicht verstanden – das ist traurig. Ich hatte mit einen zweistelligen Ergebnis gerechnet – das es gleich ein knappes Viertel der Bevölkerung in Sachsen – Anhalt  werden sollte und auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in den Landtag schafften, hat mich schockiert.

Jetzt heißt es Aufräumen – hier und auch in den eigenen vier Wänden. Mit „Aufräumen“ im ersten Sinne sind die Unklarheiten der Wählerinnen und Wähler gemeint (um diese Aussage nicht fehl zu interpretieren).

Einfach keinen Bock…

Manchmal widert es einen richtig an. Urlaub liegt hinter einen, einige Inselurlaubstage vom letzten Jahr habe ich noch Anfang März bekommen. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint und man nahm sich auch so viel vor. Da könntest Du doch die und die Strecke laufen – nicht einen Meter bin ich gelaufen. Da könntest Du doch mal Deine Kumpels besuchen – chronische Unlust, die kleinsten Dinge im Alltagsleben – man hat keinerlei; sagen wir mal nur mangelhafte Antriebskraft. Immerhin habe ich es geschafft etwas Haushalt in Angriff zu nehmen. Doch es ist alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Kleine und große Einschnitte im Alltagsleben privater Natur und innere Trägheit schlugen gesetzte Ziele in die Ferne. Normalerweise wurde ich immer dann aktiv, als es etwas wärmer wurde. Dieses Jahr war es umgekehrt. Bei Regen, Kälte… bin ich gelaufen, bei Zeitmangel fand ich einige Minuten, um mich mit Bekannten kurzzuschließen, aber die Luft ist raus. Faule Tage müssen sein. Aber in diesem Maße?
Früher, als ich 18 war wunderte ich mich, dass die Leute aus dem Bekanntenkreis am Wochenende noch nach der Mittagszeit nicht wach worden. Spätestes 9 Uhr war ich immer wach, egal wann ich ins Bett ging. Heute? Der Großteil meiner Leute ist in der Ferne, Kinder, geregelter Tagesablauf – ich habe mir deren Lebensweise von damals angewöhnt.
Ich bin froh, dass ich gestern und heute einige aktivere Phasen hatte. Der Vorteil an der chronischen Unlust war, dass ich weniger rauchte. Schiebe ich es erst einmal auf die Frühjahrsmüdigkeit. Ich habe mir vorgenommen mich etwas mehr in den Hintern zu treten.