„Seni seviyoruz Tuğçe“ – von Zivilcourage und einen erloschenen Leben

Tuğçe musste sterben, weil sie sich mit großen Mut für andere Menschen einsetzte. Wir hörten, lasen, sahen alle die Nachrichten. Mittlerweile wurde auf Wikipedia ein Artikel über  Tuğçe Albayrak verfasst, in welchem man über ihr Leben, die Umstände ihres frühen Todes nachlesen kann.
Ist der, der hilft der Dumme und etwa selbst Schuld, wenn man aktiv ins Geschehen eingreift? Manch Einer könnte zu solchen Schlussfolgerungen kommen. NEIN, so soll und darf man nicht denken! Es gibt viele Formen, nicht nur aktive, um solche Situation zu deeskalieren – sei es der Ruf es zu unterlassen, Fotos zu machen, die Polizei zu verständigen… Wegschauen oder schlimmer noch sensationslüstern zu gaffen ist ein Verbrechen! Gedenken wir den Leben dieser mutigen jungen Frau, indem wir, nach unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten eingreifen! Schauen wir nicht weg, wenn andere um Hilfe rufen! Und mehr noch: Entwickeln wir ein Gemeinschaftskonsens gegen kleine und große Ungerechtigkeiten des Alltags. So können wir Menschen wie Tuğçe gedenken! Ich hoffe meine Leser_innen sehen dies ebenso!

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Von Briefen, Versprechungen und Wahlen

Ich lese ja so gerne Briefe, wenn es mal gerade keine Rechnungen und Mahnungen sind.

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Die Zeit von Liebesbriefen ist seit Jahrzehnten vorbei. Meist sind es Briefe von Freunden und Bekannten, die schon vor Jahren verzogen sind, um hin und wieder ein Lebenszeichen zu senden. Und auch diese Briefe sind seltener geworden. Vor drei Tagen bekam ich mal wieder ein Brief; keine Rechnung oder Mahnung zum Glück, aber auch kein Lebenszeichen oder schon gar
keine Liebesbekundung. Aber einen Brief der Frau Bundeskanzlerin, den wohl so viele Millionen Bundesbürger bekommen haben.
Es steht sinngemäß drin, dass viel erreicht wurde, die Volkswirtschaft Deutschlands als Gewicht zur Stärkung Europas als Partner und Mittler einsetzt werden soll. Von gut bezahlten und sicheren Arbeitsplätzen ist die Rede, starken Betrieben, den Schwächeren helfen und den Zusammenhalt von Alt und Jung … Klingt doch toll, oder? Ach ja. Toll klang auch das Zitat von Altkanzler Helmut Kohl: „Allen wird es besser gehen und Keinen schlechter…“ Viele sind freier geworden – frei von Arbeit, manche sogar von Wohnraum. Frei von Perspektiven… 😦 Dann die Spendengeld Affäre, die Kaputtsanierung der Betriebe durch die Treuhand…
Die Wähler von SPD und Grünen mögen nun denken: „Richtig und deswegen SPD!“ Nein, auch diese haben nicht meine Stimme verdient. Senkung des Spitzensteuersatzes, Hartz IV und andere „Wohltaten“. Dazu das Versprechen die Arbeitslosenquote mindestens zu halbieren.. Wer zu Zeiten Schröders als „Linker“ in der SPD, wie ein Bekannter von mir, einen Mindestlohn forderte, galt als absonderlich und kauzig…
Aber einfach nicht zu wählen geht auch nicht.
Es muss verhindert werden, dass Nazis und Populisten an Aufwind gewinnen. Wahlen können helfen Zeichen zu setzen. Bevor es morgen zur Schicht geht, mache ich einen kleinen Umweg zum Wahllokal. Ich bitte meine Leser(inn)en auch diesen Weg zu gehen! Ich wünsche ein schönes Wochenende!