Mitnehmen und kennen lernen…

Seit den letzten 5 Jahren fahre ich berufsbedingt und auch privat häufig mit dem ÖPNV – 95% mit der Bahn, verbunden mit Wartezeiten und Umstiegen. Der Rest sind Busfahrten und hin und wieder werde ich von Kollegen mit dem Auto zum nächsten Zustiegspunkt,  wenn ich den letzten Zug zurück schaffen muss, mitgenommen.  Auch kann ich mit der Karte neue Kolleg(inn)en in den Abendstunden und am Wochenende mitnehmen und so werden neue Kontakte geknüpft. Manche sind schweigsam, Andere sind voller Fragen und Erwartungen – reden wie ein Wasserfall. So wie die Kollegin bei der letzten Fahrt. Einen Kollegen ließ ich weiterschlafen und nahm in bis zum gemeinsamen Zielort heute morgen mit. Er wunderte sich, als ich ihn aufweckte, das die Schaffnerin nicht kontrollierte.
So kommt man auch mit Leuten in Kontakt, wo kaum eine gemeinsame Gesprächsbasis gegeben ist.  😆
Der Alltag wird dadurch mit Ereignissen gefüllt und hin und wieder entstehen dadurch lockere Freund- und Bekanntschaften.  Pannen, Zugausfälle und der gemeinsame Frust darüber bieten immer wieder neuen Gesprächsstoff. Einige Leute sieht man leider seltener.  Urlaub, andere Schichtzeiten, Jobwechsel und Umzüge in andere Orte sind Gründe dafür. Zwei Leute würde ich gerne öfter – Andere dafür weniger sehen wollen.  Mal sehen wen ich heute so alles treffe. Gleich werde ich noch ein paar Stunden schlafen und wünsche meinen Leser_innen einen angenehmen Sonntag!  ☺

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Worte zu später Stunde!

Geschrieben über das Leben – Ängste, Sorgen, Hoffnungen… des Gegenübers. Das elektronische Gespräch bildet geschriebene Worte, doch hört und sieht man nicht die Tränen der Schreibenden – erahnt sie. Man fühlt mit, wenn man sich durch Freundschaft verbunden ist – kann aufbauen durch ermunternde Worte. Doch sind es die richtigen Worte? Kann ein Ratsuchender Rat geben durch bloße Intuition? Ich hoffe das Richtige wurde gesagt und half Tränen zu trocknen.

Das waren meine Gedanken über ein gerade geführtes Gespräch aus der Ferne…

Ich wünsche meinen Leser_inne_n einen angenehmen Start in die neue Woche!

Menschen kommen – Menschen gehen

Es ist ein Kreislauf des Lebens. Seit ich denken kann, oder vielleicht schon mit meinen ersten Atemzug bin ich ein Einzelgänger – kein Flegmatiker, oder Autist, der jedes Gespräch meidet. Ich bin sehr kommunikativ, wo ich auf andere Menschen treffe, jedoch permanent  unter Leuten zu sein ist mir ein Greul. Beginnt abends mein Alltag im Berufsfeld,  so freue ich mich auf ausgelassene Gespräche, seien es Belanglosigkeiten, Reflektionen vergangener Ereignisse bis hin zu ernsthaften Diskussionen. Ich falle den Einen äusserst angenehm, Vielen auch vor Allem auch unangenehm, abstoßend bis offen ablehnend auf. Ich hasse Menschen, denen Werte wie Selbstkritik fremd sind, Anderen verlogen nach dem Mund reden oder übererheblich auftreten und suche jene, die meine Gedanken bereichern, in direkten Umfeld, mit denen man ohne wenn und aber an einen Strang ziehen kann. Letztere sind seltener geworden. Sie haben sich aus verschiedenen Gründen aus meinen Alltag entfernt. Sie gingen in Rente, zogen aus familiären Gründen weg, wählten schlichtweg ein neues Arbeits- und Wirkungsumfeld. Viele von ihnen waren wie Brücken zu anderen Menschen, die das soziale Umfeld kitteten. Durch sie war man Teil einer Gemeinschaft zu der man sonst nicht fand – sie waren selbstverständlich geworden, bis sie aus besagten Gründen verschwanden. Die Gemeinschaft mit den Anderen wurde durch ihren Wegfall lose und schließlich brüchig, neue Leute kehrten es meist ins Gegenteil – nur wenige der Kommenden wurden zu Freunden. Ich schrieb schon vor über einen Jahr davon.
Froh bin ich über die wenigen Ausnahmen.
In einen der vielen Gesichtern fand ich einen guten Bekannten, mit den die Fahrt von und zur Arbeit schnell verfliegt. Voller Erwartung startet er in eine neue berufliche Zukunft.
Für diese Momente brauche ich die Gesellschaft Anderer, damit ich in aller Ruhe in den vier Wänden den Alltag mit auch einen zufriedenen Lächeln reflektieren kann. Auch das animiert mich zu mehr oder weniger alltagstauglichen Blogeinträgen. Meinen Lesern wünsche ich einen schönen Mittwoch. 🙂