„Seni seviyoruz Tuğçe“ – von Zivilcourage und einen erloschenen Leben

Tuğçe musste sterben, weil sie sich mit großen Mut für andere Menschen einsetzte. Wir hörten, lasen, sahen alle die Nachrichten. Mittlerweile wurde auf Wikipedia ein Artikel über  Tuğçe Albayrak verfasst, in welchem man über ihr Leben, die Umstände ihres frühen Todes nachlesen kann.
Ist der, der hilft der Dumme und etwa selbst Schuld, wenn man aktiv ins Geschehen eingreift? Manch Einer könnte zu solchen Schlussfolgerungen kommen. NEIN, so soll und darf man nicht denken! Es gibt viele Formen, nicht nur aktive, um solche Situation zu deeskalieren – sei es der Ruf es zu unterlassen, Fotos zu machen, die Polizei zu verständigen… Wegschauen oder schlimmer noch sensationslüstern zu gaffen ist ein Verbrechen! Gedenken wir den Leben dieser mutigen jungen Frau, indem wir, nach unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten eingreifen! Schauen wir nicht weg, wenn andere um Hilfe rufen! Und mehr noch: Entwickeln wir ein Gemeinschaftskonsens gegen kleine und große Ungerechtigkeiten des Alltags. So können wir Menschen wie Tuğçe gedenken! Ich hoffe meine Leser_innen sehen dies ebenso!

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Denen sollte man mal kräftig…

…in den Allerwertesten treten, ein paar überziehen, so denke ich, wenn ich von Themen, wie Kindesmissbrauch lese und sinne voller Wut an die Täter, welche Kinderleben zerstören, Psychosen bei den Opfern hinterlassen. Auch werde ich rasend, wenn ich Videos von prügelnden Jugendlichen sehe, die verroht und aufgeheizt auf Opfer einschlagen und treten.. Gerade in sozialen Medien, wie Facebook ließt man Kommentare, die Folter gegen gewisse Elemente begrüßen würden.

JedochWo setzt man denn die Grenze?

In Serien und Filmen wird Gewalt zum Erreichen höherer Ziele gebilligt, prügelnde und schießende Serienfiguren zu Helden stilisiert, denn sie sind ja vermeintlich „die Guten“… James Bond, Jack Bauer, Rambo … Bewusst oder unbewusst – das Thema „Gewalt“ prägt uns direkt oder indirekt von klein auf.
Nun beginnt, nach dieser emotionalen Phase bei mir ein Denkprozess einzusetzen. So etwas von Gewalt und Gegengewalt, Persönlichkeitsrechten, Unschuldsvermutung bis zum Beweis der Tat (nicht explizit die der Täter sondern im Allgemeinen..) … Wie leicht sind wir doch emotional manipulierbar?
Sollte es nicht vielmehr darum gehen, die Ursachen menschlicher Gewalt zu erkunden und diesen durch frühkindliche Erziehung… entgegenzuwirken. Doch sind es allein nur Fragen der Erziehung? Ich meine besonders die gesellschaftlichen Gegebenheiten, wie Konkurrenzdenken im Alltags- und Berufsleben tragen einen erheblichen Teil dazu bei.
Nun geht es auch nicht nur um kriminelle Gewalt, welche gegen die Gesetze verstößt, sondern die staatliche(n). Bei den Nachrichten auf ntv lese ich Folgendes:

…In Dutzenden Ländern ist es nach wie vor Alltag: Um Geständnisse zu erpressen, bedienen sich Ermittler der Folter. Dabei ist ihnen oft jedes Mittel recht, wie Amnesty International feststellt. Auch Deutschland sei „unglaubwürdig“….

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/141-Laender-foltern-noch-immer-article12815906.html

Wenn man aber meint in unseren aufgeklärten, demokratischen Land gibt es so etwas nicht, der denke doch einmal an Polizeieinsätze bei gewissen Demonstrationen mit Wasserwerfern und Gummiknüppeln, welche auch heute noch aktuell ist.

Einen „Lichtblick“ erkenne ich am Ende des Beitrages. 78 % der Deutschen halten Folter unter keinen Umständen für akzeptabel. Doch „so viele“?!

Meine Leser_innen  können gerne an folgender Umfrage teilnehmen: