Selbstkritische Betrachtung im Alltag

Spätestens seit den Ereignissen der Silvesternacht in Köln analysiere ich mein Verhältnis gegenüber Menschen anderer Nationen selbstkritisch. Aussagen, wie kriminelle Asylsuchende auszuweisen waren mir fremd, bin ich doch ein Mensch, der andere Menschen losgelöst von nationaler Zugehörigkeit, ihrer Religion, Geschlecht… betrachtet oder betrachten möchte. Für mich ist ein fauler deutscher Kollege, wie auch ein selbiger anderer Herkunft gleichfalls verachtenswert, wie ein fleißiger. zuverlässiger ausländischer/deutscher Kollege / Kollegin ein Zugewinn…

Anfang der 90er Jahre, während der Flüchtlingsströme aus dem Golfkrieg Richtung Deutschland vertrat ich die Position eines bedingungslosen Bleibe- und Asylrechts – sind wir doch alle menschliche Wesen, die um ihre Existenz kämpfen und für den Lebensunterhalt arbeiten müssen?

Ich organisierte mit wenigen anderen engagierten Leuten im Rahmen von Kinder- und Jugendarbeit für Familien und Kinder Feste und Veranstaltungen, welche die traumatisierten Leute aufmuntern sollten, hatte meine Freude, wenn sie spielten, tanzten, lachten. Ich sah die Freude und Dankbarkeit in ihren Augen, war von der Enge in den Flüchtlingsunterkünften abgeschreckt. Kriminelle Menschen mit Migrationshintergrund? Es gab Meldungen,welche aber in den Ausmaßen von heute nicht so vorkamen.

Heute ist dies durch die „Medienflut“ anders geworden. Man bekommt Nachrichten von unterschiedlichsten Wahrheitsgehalt im Sekundentakt mit und in den sozialen Medien, wird alles blitzschnell verbreitet. Ich bin Kontakt ärmer geworden, in meinen eigenen vier Wänden oder unterwegs verbringe ich allein die meiste freie Zeit. Nur ab und zu besuche ich Freunde und Bekannte. Persönliche Ziele gingen verloren…

Ausmaße von Flüchtlingsströmen – Konfliktsituationen, kulturelle Widersprüche. Kleidung, wie Burka und ähnliches, welche die Frauenrechte in meinen Augen unterdrücken, sexuelle Übergriffe, Angst um die persönliche Sicherheit und die im Land… Gedanken, welche die heutige Zeit prägen.

Bin ich plötzlich rechts oder gar nationalistisch geworden? Haben mich die Erfahrungen im Alltag der vergangenen Jahrzehnte abgestumpft? Habe ich meine Ideale aus Jugendzeiten für gesellschaftspolitische Alternativen verloren? Bin ich ein „Jeder ist sich selbst der nächste und nach mir die Sintflut“ Mensch geworden?

Ich reflektiere mein Handeln täglich und heute wurde ich auf die Probe gestellt.

Ich fahre von der Zwischenstation, wohin mich mein Kollege meist sonntags mit dem Auto hin bringt weiter Richtung Nachhause. Schon im Zug sitzend unterhalte ich mich mit einen Kollegen in Zivil, welcher Urlaub hatte. als ein junger Mensch im gebrochenen deutsch von mir erklärt bekommen möchte, wie der Fahrkartenautomat denn funktioniere. Ich erklärte es ihn geduldig. Als er kurz davor war für die Fahrkarte zu bezahlen, fiel mir ein, dass wir das selbe Ziel haben und ich auf meinen Fahrschein berechtigt bin am Wochenende eine weitere Person mitzunehmen. Mein Kollege verließ nach der nächsten Haltestelle den Zug.

Der mit mir Reisende wollte mich dafür bezahlen, dass ich ihn mitnahm. Ich sah seine verschlissene Kleidung und deutete ihn an, dass er sein Geld stecken lassen sollte, erklärte ihn dem Weg zum Ziel und malte eine Karte, wie er das Ziel erreichen konnte.

Ich stellte fest, dass mich das Schicksal von Menschen nach wie vor nicht kalt lässt, ein Mensch, der Hilfe braucht dem muss auch geholfen werden – egal woher er /sie kommt.

Dennoch. Wir müssen uns verdeutlichen, dass wir nicht jede/ n Hilfesuchenden aufnehmen können. Auch hier leben Menschen in Existenzangst. Sie fragen sich täglich:

  • Ist der Arbeitsplatz sicher?
  • Werde ich morgen noch sichere Arbeit haben?
  • Können wir es uns leisten Kinder in die Welt zu setzten, die unsere Zukunft sind?
  • Wie leben wir als Rentner_innen?

Es müssen weltweit Lösungen gesucht werden.Wir müssen solidarisch sein gegen die Nöte in der Welt und auch vor Problemen im eigenen Land – vor Ort an der Basis nicht die Augen verschließen. Auch das Bekämpfen von Fluchtursachen ist ein sehr wichtiges Thema.

Wer diese Ängste ignoriert, herunterspielt darf nicht über das erstarken rechter Kräfte verwundert sein.

Auch sollten wir uns verdeutlichen, dass ein dauerhaftes Bleiberecht auch nicht im Interesse der Mehrheit der Hilfesuchenden  sein kann. Hilfe zur Selbsthilfe muss geschaffen werden. Gestärkt sollen sie ihre Heimat wieder aufbauen können als neu gewonnene Freunde! Jene, die mit uns arbeiten, in der Nähe wohnen – mit ihnen müssen wir uns gemeinsam solidarisieren, damit sie nicht wie Menschen 2. Klasse behandelt werden im hier und jetzt. Jedoch: Wer Hilfe sucht und diese missbraucht, die Sicherheit von anderen Menschen gefährdet sollte auch des Landes verwiesen werden können auch wenn es für ihn / sie eine ungewisse Zukunft bedeutet. So wird auch Platz geschaffen für jenen Menschen, die unsere Hilfe „verdienen“.  Soviel Mut sollte sein.

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„Nebensächliches“ – Antideutsche, Burkaverbot und einiges mehr….

Ja. Lange ist es her, als ich mich hier mal wieder meldete. Mittlerweile könnte ich fast jeden Blogbeitrag von mir so beginnen. Es ist viel passiert, privat oder auch im Weltgeschehen.

In letzter Zeit „tobe“ ich mich auf Twitter aus, um Diskussionen zu beflügeln, Freundschaften zu schließen oder Finger auf Wunden zu legen. Und es gibt viele Stich- und Schlagworte, sogenannte „Hashtags“, mit welchen man Diskussionen versieht. Das wären #nohatespeech #burkaverbot und Vieles mehr. Gerade zum letzten Punkt sind Diskussionen entbrannt. Auch ich vertrete dazu meine Meinung. Ich lehne die Burka als solche ab, da sie, aus meiner Sicht ein Mittel zur Unterdrückung der Frau ist.

Auch meine (ausschließlich) männlichen Freunde, welche aus dem Islam nahen Kulturkreis stammen, lehnen sie ab. Mein türkischer Freund Ali* meint, dass die Schönheit einer Frau nicht im Verborgenen bleiben soll, so ähnlich hat er es formuliert. Er ist seit nunmehr vielen Jahren mit einer deutschen Frau verheiratet. Beide sind Eltern zweier Töchter. Auch zahlreiche Twitterer, die man liest und aus selbigen Kulturkreis stammen, lehnen sie ab.

Ich hatte eine Diskussion mit einen sogenannten „Neulinken“ – Personen, welche antideutsche Positionen vetreten und sich über die Bombardierung deutscher Städte im 2. Weltkrieg  freuten. Sprüche wie:

„Sauerkraut, Kartoffelbrei – Bomber Harris Feuer frei“

oder

„Was heißt hier Frieden läßt sich nicht herbeibomben – Dresden und Hiroshima sagen etwas anderes“

und andere menschenverachtende und kriegsverherrlichenden Aussagen. Besagte Leute machten sich seit Anfang 2016 bei den Linken breit, nachdem sie vorher die Piratenpartei bis auf die Grundmauern zerstört hatten. Mit einen solchen Zeit“genossen“ hatte ich heute meine „Freude“. (Jener, so muss man zugestehen, zählt eher zu den „Gemäßigteren“ jener Leute. Er deutete seine Haltung (in Schriftform zumindest) nur an)… Lassen wir doch einmal die Bilder sprechen:

behauptung der lüge
Hier zitierte ich einen Tweet von besagter Person und tat dabei meine Meinung kund. Sogleich wurde ich der Lüge bezichtigt…

Nachtrag: Ich hatte noch eine Aussage von mir fast glatt vergessen. Ich mangelte auf ironische Weise die Würde der Frau und unzumutbare hygienische Zustände besonders in heißen Sommermonaten an und hoffte damit an sein Gewissen zu appelieren.

ironie2

Nun legte ich nach. Ich fand einen bebilderten Tweet über die Befreiung von Manbij, wo Frauen vor Freude über die Befreiung von ISIS Terror ihre Burkas verbrannten. Ein bisschen Sarkasmus spielte in meiner Aussage mit (wobei ich meinerseits keine Pöbelei entdecken konnte) :

burka-befreiung
Folgenden Tweet versah ich mit der Aussage: „Siehe Bild. Frauen „ganz traurig“ darüber, dass sie die Burka nicht mehr „tragen dürfen““.

Nun dachte ich von der Person kommen Argumente, a la „Ich weiß von vielen Muslimas, dass sie die Burka mit Stolz/ Freude tragen“ und Quellverweisen, wo man dies nachweisen könnte. Jedoch. Die Antwort fiel „nicht ganz so intellektuell“ aus:

pöbeln und lügenDoch dann war bei meinen Gegenüber irgendwie die Luft raus. Er beantwortete die Frage nach Argumenten auf seine Weise – mit der Blockierfunktion. Wäre doch schlimm, wenn man Leuten mit Argumenten kommen könnte und sachlich antwortet.

Nun überlegte ich. Habe ich nicht irgend etwas außer Acht gelassen?…

 

Zu meinen Pech ja! Ich habe selber noch nie mit betroffenen Frauen gesprochen!…. Das wollte ich nun unbedingt nachholen, um meinen gefestigten Standpunkt nochmals zu überdenken.

Ich fand eine junge Frau in meiner Zeitleiste, der sogenannten „Timeline“ und bat sie um ihre Meinung. Sie selber ist keine Muslima, stammt aber aus nahen Kulturkreis und hatte und hat sehr viel Berührungspunkte mit Muslima, welche Burka tragen. Sie selber finde, dass die Burka nicht zu Deutschland gehöre und man mit einem Kopftuch als Frau ein Glaubensbekenntnis ablegen kann. Auf meine Frage, ob es auch Frauen gibt, welche dies freiwillig tun antwortete sie mit ja. Jedoch nur um meist Verwandte nicht zu enttäuschen. Sie werden nicht körperlich dazu genötigt aber es bestünde eine Art Leidensdruck, welcher von anderen Gläubigen ausgeübt wird.. Der sogenannte „Zwang zur Freiwilligkeit“ also…

Nun. Um diesen Leidensdruck, welchen sie ausgesetzt sind zu beenden, sollte man keine Toleranz dafür besitzen. So hat sich nun meine Meinung gefestigt. Auch schleicht bei Vielen (nicht nur) Deutschen die Angst was man unter einer Burka alles verstecken könnte, was die Sicherheit, Leib und Leben gefärdet.

Zum Schluss würde ich meine Leserinnen und Leser um ihre Meinung bitten. Ich habe zum Thema eine Umfrage geschaltet: (Update Sonntag, 14.08.2016 16:23 – Grund Auswahl der Antwortmöglichkeiten)

 

* Name aufgrund von Datenschutz geändert

 

 

 

Neues Gewand, alte Positionen…

Beim Stöbern durch die Blogwelt meiner Nachbarn fiel mir Samtmuts neues Bloglayout, besser gesagt das Theme „Gazette“ auf – es gefiel mir einfach, also passte ich das Layout an meinen Blog an. Wie ein Portal, das die letzten Beiträge auflistet, damit man nicht zwangsläufig den neuesten Beitrag aufrufen „muss“, es sei denn man nutzt den Reader 🙂 – eine tolle Lösung. Gleichzeitig fiel mir ein endlich mal einen Blogroll einzufügen – der Nachteil… man hat ihn ja nun nicht gleich auf der Startseite, gelangt erst beim Lesen irgendeines aktuellen Beitrages dahin. Ich suche noch eine Lösung, wie ich es technisch richtig umsetzten kann. Dazu eine Frage an Euch, die Leserinnen und Leser meines Blogs:

Es ist kälter geworden – auch meteorologisch. Stichwort „Soziale Kälte“: Emil schrieb über das Sozialsystem „Wie aus Hilfe plötzlich Geld wurde“ und ich stellte fest, dass sich meine Meinung, trotz aller Erfahrungswerte dazu in den letzten 25 Jahren nicht wesentlich geändert haben. Er schrieb treffend:

…Früher erhielten Menschen Hilfe! Jetzt bekommen sie Sanktionen …

und auch ich sehe Vieles so wie der Schreiber. In GygyBlog las ich den Beitrag „Verpufft – Was Hänschen nicht lernt…“ und traf dort auf interessante Gedankengänge zum Thema „Weiterentwicklung“ und die Möglichkeit der positiven Persönlichkeitsänderung. Ich empfehle jeder Leserin/ jeden Leser sich diesen durchzulesen.

Auf dem Blog der Freidenkerin stieß ich auf ihre positive Jahresbilanz 2015, bezüglich Gesundheit. Im Gegensatz zu mir macht sie sich Vorsätze für dieses Jahr – ich werde sehen, wo mich meine Wege hinführen – ich möchte es langsam angehen…

Frau Tonari  wurde auch an ihrem ersten Arbeitstag im neuen Jahr herzlich von ihren Kolleginnen und Kollegen begrüßt und hofft auf Wärme in ihren eigenen vier Wänden 🙂 Kurzum, das neue Jahr startet bewegt.

Trotzdem ich kein Schlagerfan bin – der gestrige Tod von Achim Menzel nimmt mich doch etwas mit. Es lag an seiner urigen, humorvollen Persönlichkeit. Die Begegnung von ihm nach einen Beitrag von Oliver Kalkhofe nach dessen Sendung „Kalkhofes Mattscheibe“ ließ eine jahrelange Freundschaft mit ihm entstehen. Ruhe in Frieden, Achim!

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern einen schönen Dienstag!

 

2 Tage hat die neue/alte Woche

Der Katar vom Vortag ist vorrüber – die bleierne Müdigkeit noch nicht ganz. Die Neujahrswünsche sind ausgesprochen und geschrieben – heute Nacht geht es wieder auf Schicht. Gut, dass ich die Streckenverbindungen zum Neujahr nochmal abfotografiert habe. Hoffentlich fährt alles pünktlich. Kaffee fließt durch die Maschine. Sylvester hat der Großteil der Kolleginnen und Kollegen frei bekommen – letztes Jahr hatte ich durch das normale Frei gleich 3 freie Tage in das neue Jahr, die ich sportlich zum Laufen nutzte. Das Knie muß noch geschont werden, auch deshalb lief ich beim diesjährigen Neujahrslauf nicht mit. Der Ofen bläßt warme Luft ab, während das Essen in der Küche vor sich her kocht. Vom Samstag zum Sonntag ist noch ein freier Halbtag dazwischen, ehe es zu Wochenbeginn 2 freie Arbeitsnächte gibt. Noch einmal kurz durchatmen.

Vorsätze fürs neue Jahr? Keine! Es muß sich von selbst ergeben. Die Erfahrung zeigte, dass man sich durch Vorsätze unter Druck setzt und dann angewidert von ihnen lässt. Also alles langsam angehen. Das Essen muß vom Herd genommen werden.

Ich wünsche Allen einen guten Start in das Jahr 2016!

 

Ein Abschiedsgruß

Seit 2011 betreibe ich nun schon diesen Blog. Um Eines vorweg zu nehmen ich werde ihn auch weiter betreiben. Es ist nicht der Abschied von meinen Blog selber, sondern ein Nachruf an eine Blognachbarin Chaoskatze. Durch Zufall las ich von ihrem Ableben.

Ich durchforstete meine Statistik mit den Links aus den Anfangstagen. Damals konnte man direkt über die wordpress.com Startseite sehen, welches der aktuellste Beitrag war, welche Themen angesagt waren und welche Blogs hoch frequentiert waren. Diese Startseite war auch für viele Andere eine Anlaufstelle. Dort stieß ich schnell auf Blogs, wie Der Emil, Pantherpinte..  Angelos Blog fand man meist an oberster Stelle… Viele der anderen Blogs aus dieser Zeit gibt es auch nicht mehr. Manche, wie Arnold Bathurst vermisse ich… Durch diese Links besuchte ich dann auch deren Blognachbarn und stieß auf viele neue interessante Blogs.

Der Blog der Chaoskatze, ihr Kampf gegen den Krebs, veranlasste mich öfters ihre Seite zu besuchen – meist als stiller Leser. Meine Mutter und deren Mutter starben an Krebs – kürzlich erst ein befreundeter Kollege. Kurzum, ihre Alltagserlebnisse ließen mich schon allein wegen der eigenen Berührung zu diesem Thema nicht kalt. Ihr Mut, ihr Kampf waren anerkennenswert. Ich widme diesen späten Abschied auch jenen, die sich im Kampf gegen Krankheit, oder auch „nur“ den normalen Wahnsinn des Alltages befinden. Bleibt stark!

Diese Woche wird eine lange Arbeitswoche. Ich hoffe jedoch mich noch einmal vor dem Jahreswechsel zu melden. Zeit habe ich diese Woche kaum für Gegenbesuche!

Das Wiedersehen… oder was nicht sein sollte

Letzten Monat sollte es stattfinden – das Wiedersehen mit den Klassenkameradinnen und Klassenkameraden von damals. Ich hatte ja lange frei und musste noch den ganzen Resturlaub des Jahres nehmen. Ich brauchte mir also keine Sorgen machen, dass ich aus zeitlichen Gründen nicht daran teilnehmen kann. Super! Es gab mindestens 5 – 6 Leute, welche ich unbedingt, 2-3 Leute auf die ich aus allgemeiner Neugier wiedersehen wollte und Einige, auf deren Wiedersehen ich gerne verzichten konnte. 🙂

Der November war also für mich der Monat mit den wenigsten Arbeitstagen, dank des „normalen“ Urlaubes, der in den Monat fiel plus zusätzlicher 5 Urlaubstage, die ich noch bis zum Jahresende verplanen musste. Lieber hätte ich statt dessem zwischen Weihnachten und Neujahr ganz frei genommen. Oder auch bis zum März nächsten Jahres die freien Tage“ rüber retten“- ebenfalls nicht möglich. Ende des Jahres sollten generell alle Mitarbeiter ihren ganzen Urlaub genommen haben.

Nun. Die ersten Urlaubstage verbrachte ich damit einige Freunde und Bekannte wieder zu treffen – Zeit war ja genug. Haushalt und andere Dinge, das konnte man ja immerhin noch später machen. Sport? Die Knie spielten nicht mit, also wanderte ich durch die Gegend – zumindest die ersten freien Tage, die noch nicht in den Urlaub fielen. Ich verbrachte die viele freie Zeit mit Lesen, stöbern im Internet – das Grundwissen im Webdesign wieder auffrischen und erweitern, was einen im Laufe der Jahre „abhanden gekommen“ war. Neues lernen – WordPress Einstellungen auf dem eigenen Speicherplatz – (wordpress.org Anpassungen) rumexperimentieren mit verschiedenen anderen CMS Systemen…, wobei ich immer wieder feststellen musste, das für allgemeine Webprojekte WordPress mit seiner gesamten Vielfallt eindeutig das Beste und am einfachsten zu verstehende System ist 🙂 Zumindest meiner Meinung nach. Auch das „klassische“ Heumexperimentieren mit php und HTML verschlang jede Menge Zeit. Die Tage verstrichen nur so.

Stopp
Die (mangelnde) Gesundheit kippt so manchen Plan…

2 Tage vor besagten Treffen begann mein Kreislauf verückt zu spielen. Magenschmerzen, Erkältung, Kopf- und Gliederschmerzen – das volle Programm. Es blieb mir nun also nichts anderes übrig als abzusagen 😦 Jahrzehnte waren vergangen, als man sich zum letzten mal sah – Viele Leute hat es in alle Regionen Deutschlands und Europas verschlagen, Einige von ihnen sogar noch weiter weg. Ich hätte sie gerne mal getroffen. Auch eine Blognachbarin hatte im Herbst großes geplant, doch im Vergleich zu ihr waren meine gesundheitlichen Probleme nur „Problemchen“, die Tage später überstanden waren. Ich wünsche vor Allem ihr eine baldige Genesung!

Von Bauernschläue und antisozialen Persönlichkeiten…

Ich sitze gerade vor den Fernsehapparat und genieße zwei Tage reguläres frei. Auf VOX läuft gerade „Bitte hilf mir doch“ – ein Sendeformat, was ich eigentlich nicht bevorzuge. Oft schaue ich Krimis, Nachrichtensendungen und Spielfilme. Wie plane ich den Tag? Gerade schaute ich im Kalender nach, welche Termine ich in nächster Zeit zu stemmen habe. Mit den Augen an der PC Tastatur, mit den Ohren am Fernsehen. Die dargestellte Person stößt gerade auf mein Interesse. Intrigen spinnen ist nicht so meine Art, aber erschrocken stelle ich einen Teil der Aggressionen des Darstellers in meinen Verhaltens wieder, wobei ich nicht gewalttätig bin, jedoch oft eine sehr direkte Wortwahl habe und laut – sehr laut sogar werden kann. Man vergleicht in einem Schauspiel oft die dargestellten Personen mit Personen aus den eigenen Leben – und siehe da, gewisse Leute sind dem Protagonisten äußerst kongruent. Gerade in Ellenbogengesellschaften, wo es zum Standard zählt, die Karriereleiter möglichst hoch zu klettern; nach oben zu schleimen – nach unten zu treten ist dieses Verhalten häufig zu erkennen. Und oft zieht man Parallelen. Dieses Verhalten ist nicht, wie oft vermutet mit der Intelligenz assoziiert. Häufig sind es äußerst durchschnittliche Menschen, die über derartige Bauernschläue verfügen. Zumindest meiner Erfahrung nach. Je älter man wird, um so vorsichtiger wird man. Früher ging ich aufgeschlossener und unbedachter durch das Leben. Gewisse Eigenschaften findet man häufig bei solchen Menschen: Geschwätzigkeit, Katzenfreundlichkeit und nicht das beste Verhältnis zur Arbeit. Mögen sich doch  die anderen darum schlagen.

Es ist schade, das die Gesellschaft, in welcher wir leben, auch noch so ein Verhalten fördert und fordert.

Mal wieder mit dem Laptop online…

Das wird toll, so dachte ich es mir, als ich den USB Stick aktivierte. Mit der WordPress App auf dem Handy kann man auch einige kurze Beiträge schreiben. Die Betonung liegt hier ja schon fast auf Kurzmeldung, auch wenn man als Beitragsformat „Standard“ eingestellt hat. Zudem beherrsche ich einigermaßen, das „10 Finger Schreiben“, was auch das Schreiben auf einer normalen PC Tastatur noch erheblich erleichtert. Die WordPress App auf dem Handy leistet zwar gute Dienste, man hat auch einen Schnellüberblick auf die Statistik, doch das „rumlavieren“ auf dem Reader verdirbt auch oft die Lust längere und auch sehr gut geschriebene Beiträge von Blognachbarn voll zu erfassen. Man überfliegt das mühevoll Geschriebene. 😦

Lange Rede – kurzer Sinn – es mussten haufenweise Updates getätigt werden, das Surflimit war schon recht schnell erreicht.

Stopp

sagten sowohl die Technik als auch meine Lust. Heute ist mein letzter freier Tag freie Nacht. Nun sitze ich vor dem Fernsehen, lasse die letzten Tage Revue passieren und warte auf eine anstrengende Woche voller Arbeit und anderer Termine, die noch zu bewältigen sind. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Was hätte ich alles sinnvolles in dieser Zeit erledigen können.

Nachdem das Surfen derzeit wieder funktioniert, geht das Alltagsleben wieder los

Was soll die Wespe auf Deinen Avatar?

Neulich schrieb mir eine meiner Leserinnen,  daß mein Bildchen im Avatar nicht so unbedingt anziehend wirkt 😆 Ich suchte in meinen Blog,  ob ich dazu schon mal etwas geschrieben habe. Und tatsächlich hier am Ende des Beitrags aus dem Jahr 2012 kann man ihn erlesenen. Man hört oft Sätze, wie: „Ich bin doch ein kleines Licht, da kann man nichts machen…“ Oft wird klein auch mit niedlich assoziiert. Doch eine Frage: Wer hält diese Viecher denn ernsthaft für niedlich? Sie wirken auch auf mich mit meiner etwas weniger als 1,90 Meter zählenden Körpergröße nicht sonderlich posierlich“. Und wie wirken sie gleich als Schwarm? 😨
Ich möchte damit folgendes zum Ausdruck bringen: Gemeinsam sind wir stark! Wir können auch hier als Blogger dazu beitragen sich solidarisch zu verhalten, Sport zu treiben, auf Sachverhalte verweisen… Und ich denke meine Wespe ist solange dafür ein Symbol,  bis ich ein geeigneteres Bild gefunden habe.

Man denkt, es wäre abgehakt

Jetzt sitze ich hier, denke über das Ableben eines Familienangehörigen nach, mit welchem der Kontakt bereits Mitte der 90er Jahre abgebrochen ist. Ich erfuhr heute gegen 14 Uhr davon, als mich der Postbote aus dem Schlaf klingelte.  Ein Einschreiben von einer Person, mit welcher ich auch aus dieser Zeit abgeschlossen habe. Ich überfliege die Zeilen ‚… dahingeschieden Dezember 2014…“
Als Kind mochte ich jenen Verwandten – freute mich,  wenn er zu Besuch kam. Als 1989 die Grenzen sich öffneten, kam man öfter in Kontakt – erlebte die Licht und Schattenseiten… Es endete letztendlich im Streit… Doch trotz allem – ein Stück Trauer bleibt. Ich bin trauererfahren seit meiner Kindheit. Es bewegt weniger heutzutage. Doch die Erinnerung bleibt. Ich verabschiede mich von ihm mir einen leisen: „Ruhe in Frieden! „