Gedicht um Mitternacht

Neulich kaufte sich ein Hacker

Roggenbrot beim Stadtteilbäcker.

Aß es und am Morgenrot

lag er rum – ja er war tot.

War´s das Mehl vom Stadtteilbäcker,

das tötete den jungen Hacker?

Genug gegrübelt – nachgedacht

wünsche ich jetzt : „Gute Nacht“!

Der Samstag Morgen ist ein kleiner „Vorgeschmack“…

auf daß, was an Sonntag auf mich zukommt. Damit meine ich das zu erwartende Arbeitspensum. Es wird folglich ein ereignisreicher Tag werden. Eigentlich stehe ich immer, wenn ich arbeiten gehe, so gegen 07:30 Uhr auf. Da ich fast den ganzen Samstag verpennt habe, bin ich jetzt schon wach. Der Boiler ist an, die Heizung wärmt, solange ich schreibe, das Bad. An Arbeitssonntagen wird deftig gegessen. Eiweiß, Vitamine und Unmengen an Kaffee stehen auf der Tagesordnung. Harzer Käse, Fischpfanne und selbstgemachter zuckerloser Quark ist da mein Frühstück. Dann noch vor der Schicht ein Gartensalat und die Arbeit kann beginnen. Draußen sieht es bunt aus – aufgesprühte Vermessungspunkte für die kommenden Gleisbauarbeiten ca. 20 Meter vor der Wohnung entfernt. Draußen ist es um diese Uhrzeit noch herrlich ruhig. Wie auch immer. Wenn das mit der Fahrgelegenheit klappt, bin ich bereits kurz nach Mitternacht wieder daheim. Unterwegs im Zug werde ich dann entweder Sudokus lösen oder etwas schmökern.

Eigentlich liebe ich es…

…dieses tiefe und wundervolle Gefühl der Ruhe und Stille. Sie ist der pure Kontrast zu meiner Persönlichkeit, welche sich wie ein schützender Mantel um mich legt. Besonders mag ich diese „Ruhe vor dem Sturm“ auf den Weg zur Sonntagsschicht. Doch heute war sie geradezu erdrückend. Die Menschenmassen beim Zwischenhalt auf dem Bahnhof wirkten wie plastische Gestalten im Vorspann der Handlung eines Spielfilms. Man hätte eine Münze auf den Boden werfen können, sie hätte laut geschallt im sonoren Geflüster der Massen. Ich tätigte meine üblichen Einkäufe und wartete auf den Anschlußzug, traf dort auf vertraute -teils heitere, teils müde Gesichter… Der „Sturm“ brach los, es war aber angenehm und erträglicher als sonst. Nach Mitternacht kam ich an und schrieb diesen Eintrag – in angenehmerer und vertrauterer Form der Stille in dieses Blog. Es ist schon mal wieder Montag und angenehm finster.

Schnell noch etwas Tee aufsetzen…

bevor ich mich noch mal zum Mittagsschlaf hinlegen werde. Wie ich schon gestern schrieb, ist es winterlich geworden. Dauerhafte Kälte hält Einzug und das schlägt sich auch leider auf den Magen nieder. Bin nicht der größte Fan von Kamille- oder Fencheltee. Aber das brauche ich jetzt, um den Magen etwas zu beruhigen… Der Wecker soll gegen 13, spätestens 14 Uhr schrillen, damit ich noch etwas Zeit für Hausarbeit, gemütliches Essen – schlicht um notwendige Dinge des Alltags habe. Meine Leute haben mir schon kurz nach Mitternacht über SMS zum Geburtstag gratuliert. Immerhin, dieser HEUTE hat Tradition. Seit 10 Jahren feiere ich nähmlich keinen mehr 🙂

Der Neujahrstag – endlich vorbei!!!

Meine Ansprache zum neuen Jahr folgt erst jetzt. Raus aus den verschwitzten Arbeitssachen, Wohnung durchgelüftet, Computer angeschmissen. Ich atme durch – der erste Arbeitstag geschafft. Die meisten Freunde der Böllerei schlafen ihren Rausch aus – Stille auf den nächtlichen Straßen. Gedanken und Gefühle der Zufriedenheit nur das Rauschen des Nachtwindes zu vernehmen. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn. Retrospektive: Kurz vor Mitternacht ein Bierchen auf Ex getrunken – nur eins, 7:30 Uhr aufstehen, das restliche Seelachsfilet gebraten, dazu einen starken Kaffee aufgesetzt, geduscht, in aller Ruhe angezogen und schnellen Schrittes zum Bahnhof gelaufen, so wie die vielen Sonntage auch. Einen Kollegen getroffen, gemeinsam zur Arbeit gefahren, jeden ein „Gesundes Neues“ gewünscht, Kakao und Zigaretten konsumiert und dann auf zur Schicht. Hatte Glück, war an meinen Lieblingsbereich, welcher (zum Glück) kaum ein anderer mag wie ich. Auf den Weg nach Hause die Stille der Nacht genossen.