Nicht immer…

… ist mir zum Lachen zumute, oft bin ich ernsthaft, verschlossen – besonders in letzter Zeit.
Gerade wenn sich im gesellschaftlichen Leben kaum ein gemeinsamer Konsens finden lässt stehe ich förmlich unter Spannung. Eine Lösung sollte stets für alle Beteiligten Vorteile bringen. Nutzt man Gutmütigkeit aus, so entstehen Konfliktherde. Reaktionen, die alltäglich sind.
Ich habe es schon in früheren Jugendtagen aufgegeben nach Harmonie zu suchen, der kleinste gemeinsame Nenner – nichts weiter. Der Ablauf muss stimmen, das Ergebnis zählt! Es ist erstaunlich, das es Menschen gibt, die sich durch’s Leben mogeln können. Einfach so. Ein bisschen schleimen – der sogenannte „Vitamin B Komplex“. Auf Kosten Anderer.
Es wäre schlimm, wenn wir alle gleich wären. Schließlich könnten wir uns so schlecht ergänzen. Jeder würde den gleichen Beruf anstreben, das selbe konsumieren – es gäbe keine Individualität, kein Austausch von Gedanken. Egal ob im privaten, beruflichen oder sonstigen Umfeld kann man Schwächen und Stärken im Interesse Aller ausgleichen.
Wie soll man reagieren, wenn das Gegenüber nicht bestrebt ist sich die elementarsten Grundkenntnisse anzueignen?
Doch Mittel und Wege finden sich. Ich stelle fest, ich stehe nicht alleine mit dieser Meinung. Der Nebel lichtet sich so wie heute morgen. Lief ich vor einer Stunde noch durch Nebelschwaden, die letzten Meter waren sternenklar 🙂 Ich wünsche einen angenehmen Freitag!

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Menschen kommen – Menschen gehen

Es ist ein Kreislauf des Lebens. Seit ich denken kann, oder vielleicht schon mit meinen ersten Atemzug bin ich ein Einzelgänger – kein Flegmatiker, oder Autist, der jedes Gespräch meidet. Ich bin sehr kommunikativ, wo ich auf andere Menschen treffe, jedoch permanent  unter Leuten zu sein ist mir ein Greul. Beginnt abends mein Alltag im Berufsfeld,  so freue ich mich auf ausgelassene Gespräche, seien es Belanglosigkeiten, Reflektionen vergangener Ereignisse bis hin zu ernsthaften Diskussionen. Ich falle den Einen äusserst angenehm, Vielen auch vor Allem auch unangenehm, abstoßend bis offen ablehnend auf. Ich hasse Menschen, denen Werte wie Selbstkritik fremd sind, Anderen verlogen nach dem Mund reden oder übererheblich auftreten und suche jene, die meine Gedanken bereichern, in direkten Umfeld, mit denen man ohne wenn und aber an einen Strang ziehen kann. Letztere sind seltener geworden. Sie haben sich aus verschiedenen Gründen aus meinen Alltag entfernt. Sie gingen in Rente, zogen aus familiären Gründen weg, wählten schlichtweg ein neues Arbeits- und Wirkungsumfeld. Viele von ihnen waren wie Brücken zu anderen Menschen, die das soziale Umfeld kitteten. Durch sie war man Teil einer Gemeinschaft zu der man sonst nicht fand – sie waren selbstverständlich geworden, bis sie aus besagten Gründen verschwanden. Die Gemeinschaft mit den Anderen wurde durch ihren Wegfall lose und schließlich brüchig, neue Leute kehrten es meist ins Gegenteil – nur wenige der Kommenden wurden zu Freunden. Ich schrieb schon vor über einen Jahr davon.
Froh bin ich über die wenigen Ausnahmen.
In einen der vielen Gesichtern fand ich einen guten Bekannten, mit den die Fahrt von und zur Arbeit schnell verfliegt. Voller Erwartung startet er in eine neue berufliche Zukunft.
Für diese Momente brauche ich die Gesellschaft Anderer, damit ich in aller Ruhe in den vier Wänden den Alltag mit auch einen zufriedenen Lächeln reflektieren kann. Auch das animiert mich zu mehr oder weniger alltagstauglichen Blogeinträgen. Meinen Lesern wünsche ich einen schönen Mittwoch. 🙂

Unterwegs wenn schon der Morgen graut…

Ich sitze in der Bahn und Müdigkeit setzt ein. Die Finger vertippen sich dauernd auf den Touchscreen Display meines Handys. Kurz bevor die Fahrt begann vernahm ich das Wetzgeraeusch eines Feuerzeuges einer Frau, die vor mir sitzt. Ich zog meine Augenbrauen nach oben, bewegte mich interessiert zur Seite und stellte beruhigt fest, das es sich nur um einen Funktionstest handelte. Schließlich landete es in den Müll. Ein normaler Vorgang. Aber es gibt ja genug Verrückte, gerade wenn es auf das Wochenende zugeht. Als ich im „24 Stunden Bereich“ der Bankfiliale ankam, der Aufgrund von Übernachtungen Obdachloser auf werktags 7 – 18 Uhr begrenzt wurde, empfing mich gleich nach der Geldabhebung eine schlagfertige Reinigungskraft, welche mich sogleich fragte, ob das Trinkgeld für ihre Arbeit sei. Ich hielt für Sekunden verblüfft inne und verwies ihr Begehren auf einige faule Menschen diverse Kollegen, welche scheinbar ihr Geld im Schlaf verdienen 🙂

Es wird wieder kälter…

…die Tage kürzer und bald färben sich die Blätter herbstlich bunt. Der Herbst ist geprägt von Regen, Sturm und Nebel. Krähen und Raben fühlen sich wohl.
In dieser Zeit ist man träger als sonst; es kostet Überwindung und verlangt viel an Selbstdisziplin Sport zu treiben.
Ich versuche es trotzdem weiter durchzuziehen wenigstens ein- bis zweimal die Woche die Laufschuhe zu schnüren, um etwas für Körper, Geist und Seele zu tun.
Gerade die schichtfreien Tage, beziehungsweise Nächte bieten sich an.
Die Streckenwahl wird etwas anders ausfallen. Nicht mehr so sehr die lehmigen Pfade am Flussufer, eher der Asphalt der Innerstädtischen Straßen.
Neue Wege gehen, um sich den veränderten Umständen anzupassen…
Heute fällt mir nichts mehr grossartiges ein, denn langsam werde ich müde. Ich hoffe, dass ich noch eine ordentliche Mütze voll Schlaf finde, ehe es abends wieder schichten geht. Euch einen schönen Start in den Donnerstag!
 

Von Plänen und Wahlen…

Als ich meinen letzten Blogeintrag schrieb, hatte ich an einen Schreiben zu tun, dass zur Verbesserung meiner beruflichen Situation beitragen sollte. Knapp zwei Wochen später war dies dann erreicht – eine Erhöhung meiner Wochenarbeitszeit um einige Stunden. Aber kaum, als man Pläne über Sparruecklagen schmiedete, durchkreuzten Pleiten, Pech und Pannen meine Absichten.  Die Waschmaschine ging kaputt, gefolgt von Handy und Kaffeemaschine. Der PC,  welchen ich ansparen wollte, ist erst mal in weitere Ferne gerückt.
Nun, das liebe Geld… Wenn ich das schreibe, so ist das wohl ein Ärgernis  auf recht hohen Niveau. Wenn ich meine Situation mit der von vor nicht einmal 4 Jahren vergleiche, so geht es mir heute gerade zu gut. Ich habe Arbeit, einen Sinn im Leben, vegetieren nicht mehr von Tütensuppe und Billigkonserven, kann mir heute sogar gesunde Lebensmittel leisten, solide Klamotten kaufen… Wenn ich das hier lese, wird mir ganz anders. Vor einen viertel Jahrhundert dachte man, dass Arbeitslosigkeit, leben ohne Obdach Relikte einer vergangenen Zeit sind. Auch wenn’s an Vielen mangelte, so konnten sich auch kinderreiche Familien bis zu zwei mal im Jahr bezahlbaren Urlaub leisten, für die Heranwachsenden gab es preiswerte Kinder- und Jugendferienlager. Man konnte ohne Probleme Kinder in die Welt setzen ohne Angst um ihre Zukunft zu haben….
Am Sonntag sind Wahlen… Ich werde wohl etwas früher aufstehen müssen, um vor der Schicht wählen zu gehen. Wie heißt es schön? „Würden Wahlen etwas ändern, wären sie verboten.“ Ich gehe jedenfalls dort hin. Vor 8 Jahren setzte ich mein Kreuz noch voller Überzeugung, heute nur noch, um das kleinere Übel zu wählen.

Ein bewegter Start in den Karfreitag

Als ich gestern Abend zur Schicht fuhr, dachte ich nicht, daß so viel Arbeit auf uns zukommen wird. Auch wenn es komisch klingt, ich war sehr froh darüber. Die Mehrarbeit zum Karfreitag machte mich gleich in mehrfacher Hinsicht zufrieden. Morgens, hätte ich wie üblich Schichtende gehabt, hätte ich am Feiertag Probleme mit den Anschlußzügen auf der Heimfahrt gehabt. Zwei Stunden mehr Feiertagszuschlag sind auch nicht zu verachten, sowie das Gefühl gebraucht zu werden. Eine zusätzliche Pause steigerte ebenfalls meine Laune. Morgens traute ich meinen Augen kaum; Schnefall und ein eisiger Wind. Aber ich war glücklich um diese Zeit viele vertraute Gesichter zu treffen. Der lange Fußmarsch vom Bahnhof bis nach Hause, belebte mich. Aber ich fand nur 3 Stunden Schlaf. Egal. Zwei Nächte frei. Ich wünsche Allen frohe, wenn auch weiße Ostern!

Hindernisse versus Gewohnheiten #1

Hindernisse zwingen oft andere Wege zu gehen. Was man aus Bequemlichkeit und innerer Trägheit niemals in Erwägung zog, zwingt auf neue Ziele zu setzen. So wie letztes Jahr der aufdringliche Baulärm nach der Nachtschicht. Zuerst versuchte ich es mit Nerventee, Rolläden herunter lassen, mehr als Schall-, weniger als Lichtschutz und Ohrstöpsel. Letztere juckten im Gehörgang, die Rolläden schluckten nur wenige Dezibel des mörderischen Lärmes, welcher beim Schlafen begann und beim Aufstehen endete. Der Tee verhalf der Blase zum Harnfluss- führte nicht zum ersehnten Schlaf. Er ging auf die Nerven… Aha, deshalb also Nerventee 😦 Was nützte sonst, um zur Ruhe zu kommen? Sport! Laufen. Dies tat ich letztmalig Anfang bis Mitte der 90er Jahre, als ich mir noch große Ziele setzte, welche Lebensumstände, Bequemlichkeit und Enttäuschungen abrupt enden ließen. Na ja. Der Laufsport hatte also vorerst nur den Sinn mich in vollkommene Erschöpfung zu befördern. Manchmal jedoch… (Ende Teil 1)

…Etliche Monate später,

…nachdem es:
-meinen Computer entgültig entschärft hatte,
– es sich zahlreiche negative und positive Wendungen in meinen Leben vollzogen haben,
– sich sportliche und soziale Aktivitäten mehrten und minderten (Stammleser kennen noch die Baulärmproblematik, welche meine übliche Schlafgewohnheiten stark reduzierten. Zeitraum Februar bis Dezember letzten Jahres)…
melde ich mich wieder. Meine Lust am Schreiben wurde durch den Drang des Laufens nach der Schicht (oft zwischen 5 – 10 km), damit ich vor Erschöpfung ins Bett falle und ohne Medikamente schlafen konnte, ersetzt. Ich hatte kaum Lust und kreative Energie mehr, um die Leser der virtuellen Welt, noch des alltäglichen Lebens an meinen Gedanken teilhaben zu lassen. Auch habe ich, seitdem ich wieder Fernsehanschluß habe, andere Aktivitäten herunter gefahren. Entschuldigung dafür! Ich möchte mich künftig nur noch wöchentlich, mal mehr oder weniger melden. Beruflich ist (fast) alles beim Alten. Gesundheitlich alles stabil.

Zurück von einer langen Auszeit…

In den letzten Wochen verlief Vieles gleichförmig. Irgendwie hatte ich keine Lust zum Schreiben und… na ja, habe die Schreiberei einfach schleifen lassen. Einige Tiefpunkte, einige Highlights im privaten und beruflichen Leben; Überstundenauf- und -abbau. Streß – Langeweile – Alles war reichlich vorhanden.  Jetzt habe ich erst mal drei freie Nächte und gehe erst wieder Freitag Nacht auf Arbeit. Gerd ist derzeit im Krankenhaus, wegen seinen Knie und kann seine Zeitung nicht an den Mann bringen, kuriert sich in der Rhea… Zwei Wochen Urlaub liegen hinter mir. Sie waren gefüllt mit Hausarbeit, einen Besuch bei einen Kumpel von früher, dessen Leben ebenfalls gleichförmig verläuft….

Nun denn. Wünsche meinen Lesern einen schönen Feiertag.

Angekommen… Geschriebenes am (Oster)montag

Wieder liegt ein Sonntag hinter mir, Müdigkeit setzt langsam ein – kühl, doch windstill ist es draußen. Geschafft 🙂 Schon als ich gestern morgen kurz nach 6 aufgestanden war, hatte ich HUNGER! Ich hatte es geahnt, mal wieder würde ich auf Arbeit im Brennpunkt des Geschehens sein. Ordentlich gestärkt und frisch geduscht ging’s auf Schusters Rappen zum Bahnhof. Im Zug fand ich Zeit mal wieder in aller Ruhe Sudokus zu lösen. Die Schicht selber war fast, man könnte sagen, angenehm. Turbulent, aber ruhiger als sonst. Mit einen Kollegen, mit welchem ich sonst kaum rede, kam ich mal in den wenigen ruhigen Augenblicken in’s Gespräch. Die Pausen waren kurz, aber erholsam. Die Rückfahrt angenehm und nun ist schon wieder Montag -Ostermontag. Jetzt heißt es ein wenig Zeit zum Lesen und entspannen zu nehmen. Ich wünsche Euch einen besinnlichen letzten Feiertag!