Thinks get demage – thinks get broken

…sind Zeilen aus dem Song „Precious“ von Depeche Mode. Ja, etwas gebrochen fühl(t)e ich mich an meiner ersten Nachtschicht nach dem Urlaub am Donnerstag. Ich humpelte und humpele immer noch ein wenig. Grund dafür waren Probleme mit dem Knie bei meinen letzten Lauf. Auch die Arbeit konnte ich nicht vollständig alleine ausführen, ich mußte einen Kollegen bitten für mich Tätigkeiten im Bücken auszuführen. Statt dessen arbeitete ich mehr mit dem Computer. Glücklicherweise hatte ich einen zuverlässigen und verständnisvollen Kollegen an meiner Seite. Treppensteigen fiel unendlich schwer. Ich mußte das andere Bein nachziehen – mich für die Schicht in der kommenden Nacht abmelden und hoffe, daß  ich morgen fit bin. Etwas besser ist es geworden – ich kann schon wieder hocken und die Schmerzen haben sich ein wenig gelegt. Ein wenig… Vielleicht sollte ich, wenn es nicht merklich besser wird auch zum Arzt.

Und sollte es auch besser werden. Ich hoffe es bricht nicht entgültig die Hoffnung wieder regelmäßig oder überhaupt Laufsport zu machen. Ich liebe es mich in der Natur mit (für meine Verhältnisse) schnelleren Tempo zu bewegen. Die durch die Lunge strömende Luft, das durchgeschwitzt sein – Grenzen durchzubrechen oder an ihnen zu scheitern. Scheitern im Sinne keuchend und langsam – jedoch schmerzfrei den Rückweg anzutreten. Mich zu freuen, auch zu fluchen – ich liebe es…

Genug von mir. Ich wünsche Euch frohe Pfingsten!

 

 

Langsam läuft’s am Tag des Herrn!

Aufgestanden kurz vor 6 Uhr. Es läuft.. Na ja – zumindest die Nase, aber sie dafür um so mehr. Was wollte ich? Etwas laufen. Müde bin ich. Ich trinke Leitungswasser, habe Hunger – will aber nüchtern bleiben. „Wozu? Man, iss etwas, leg Dich hin und vergiss doch das rumgelaufe! Man könnte ja heute Abend…“ meinte der innere Schweinehund.

„Mensch. Heute ist Himmelfahrt. Abends kommst Du nicht dazu. Wer weiß wer da alles unterwegs ist…“ Recht hatte sie meine innere Stimme. „Willst Du denn heute W – I – R – K – L – I – C – H ?“ fragte die Trägheit und auch sonst war ich körperlich nicht so in Hochform. Ich entschließe mich das Essen stehen zu lassen, wenigstens für eins, zwei Stunden. In der Zeit dazwischen mich doch dazu zu überwinden laufen zu gehen. Noch ein Glas Leitungswasser, noch zwei – drei Taschentücher, um die Nase endlich frei zu bekommen.

Am Fluss entlang
Am Fluss entlang laufen. Ein herrlicher Ausblick.

Also ging es kurz nach 7 los. „Schön langsam“ sagte die innere Stimme. Die Straßen waren leer. Um diese Zeit an diesen Tag auch nicht so verwunderlich. Man muß ja ausgeschlafen sein, um nachher tutend und gröhlend durch die Straßen zu laufen. Jetzt könntest Du aber etwas schneller laufen. Und tatsächlich, es lief schneller – sie lief schneller, die Nase. 😦 Ansonsten stellte ich fest, das ich zu allem Überfluss noch das Unterhemd angelassen habe und auch mit der Laufjacke wurde es warm gerade auf der unbewaldete Strecke am Fluß. Die Sonne blendete. Ich schwitzte kaum als ich den 2. Kilometer begonnen hatte. Ich brauchte einen langen Atem.

Ich fühlte kaum inneren Antrieb und musste mich förmlich zwingen den „Rest“ der Strecke hinter mich zu bringen. Als ich umkehrte, lief mir ein weiterer Läufer über den Weg. Erschöpft kam ich zuhause wieder an. Diesmal waren es 38 Minuten, die ich für die 5 Kilometer brauchte. Keine Glanzleistung – aber ich bin wieder gelaufen.

Jetzt noch schnell ein alkoholfreies Bier - die Mineralien zurückführen
Jetzt noch schnell ein alkoholfreies Bier – die Mineralien zurückführen

 

Jetzt noch ein alkoholfreies Bier – damit ich ein paar Mineralien wieder zurück bekomme und dann noch ein paar Stunden schlafen! Heute  Euch und mir wünsche ich einen schönen Feiertag!

Urlaubsplanungen

Vor etwas mehr als 24 Stunden kam ich von meiner letzten Schicht vor dem Urlaub nachhause. Der Körper holte nach, was er brauchte – Schlaf! Kurzum, der erste Tag ist schon mal gelaufen.

Stopp
Stop! Ruhe Dich aus!

Gelaufen bin ich noch nicht, das war für den Montag auch noch gar nicht geplant. Ich lege mich noch mal hin, um morgen heute früh eine erste kleine Runde zu laufen.

Die Sonntagsschicht lief relativ chaotisch ab. Es waren nicht die richtigen Leute am sonst so richtigen Platz – schade. Es hätte trotz allen Trubels schön und geordnet ablaufen können. Auch  das sorgte wohl für ausreichend Müdigkeit.

Ein Arbeitskollege, welchen ich noch vor 2 Jahren als Faulpelz betrachtete entwickelt sich zu einen guten Kollegen, welcher auch im Sport ungeahnte Potentiale hat. Samstag und heute morgen lief er jeweils über 10 km in einer sagenhaften Zeit, an welche ich kaum herankomme. Auch ein Ansporn etwas mehr Sport zu treiben.

Ein kleines Highlight hatte ich auf den Rückweg zur Schicht nach Hause. Etwas huschte auf der Straße entlang. Eine Ratte? Nein ein Igel streifte durch die dunklen Ecken. Schnell zückte ich mein Handy, um ein Foto zu schießen. Doch der Igel war schnell entschwunden.

Ja. Sport, Haushalt und auch der Besuch eines Freundes stehen im Mittelpunkt der Urlaubsplanung. Auch werde ich mir den ein oder anderen Tagesausflug gönnen.

Läufts? – Der innere Schweinehund #8 – Eine magere Zwischenbilanz

Ich erinnere mich an meinen ersten Lauf in diesem Jahr, es war der 1. Januar 2015 – der Neujahrslauf. Ich war damals gleich aus mehreren Gründen froh dort mitgelaufen zu sein.

  1. Ich hatte Sylvester / Neujahr von meiner Firma frei (bekommen) und hatte so die Gelegenheit überhaupt am Lauf teilzunehmen
  2. Ich konnte mich dazu überwinden am Lauf teilzunehmen und hatte so die Möglichkeit möglichst früh das (damals) noch neue Jahr läuferisch zu beginnen.
  3. Das Wetter hatte mitgelspielt. Es war 4 Grad warm und die Straßen waren passierbar und ohne Glatteis
  4. ich war überhaupt zum ersten Mal (wenn man die DDR Zeit mal ausklammert) bei einer Laufveranstaltung mitgelaufen. So mit Startnummer und habe das T Shirt zur Veranstaltung bekommen 🙂

Bereits Ende Januar hatte ich mehr als 30 Kilometer hinter mich gebracht. Und nun?

Die magere Zwischenbilanz

Jahresbilanz 2015
Gerade mal 20 Kilometer sind seit dem erst neu dazugekommen. Eine magere Bilanz! 😦 Als hätte ich es schon geahnt als ich damals diesen Beitrag schrieb.. Was waren die Gründe?

  1. Im Februar hatte ich mir eine Knieverletzung bei einem Lauf zugezogen, die mich am laufen hinderte
  2. ich war übervorsichtig und verlor so vorübergehend die Lust mich sportlich zu betätigen.

Anfang Mai hatte ich mich dann überwunden einen ersten Lauf zu machen

Mai 2015

Genau genommen waren es gleich 2. Bereits nach etwas mehr als 3 Kilometer musste ich auf Grund mangelnder Kondition pausieren. Ich machte Halt am nördlichen Wendepunkt meiner Kurzstrecke und wollte den Rückweg nur noch langsamen Fußes nachhause. Eine innere Stimme sagte: „Raff Dich auf und versuche noch ein Stück!“ und so wurde ein zweiter Laufversuch gestartet. Immerhin schaffte ich da noch mal ca. 1,5 km mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 9 km/h. Die letzten Wochen waren voll mit Terminen. Auch auf Arbeit war viel los. Wenn ich mal frei hatte konnte ich mich auch nicht nur einmal überwinden zu laufen. Selbstkritisch sehe ich den Grund im Rückblick kaum an mangelnder Selbstdisziplin.

Wenn ich es selbst bei Minusgraden schaffe zu laufen, so gebe ich nicht dem Wetter die Schuld und auch nicht den Mangel an Zeit.

Beim heutigen Lauf hatte ich einige GPRS Probleme. Das Signal verlor sich an einigen Streckenabschnitten.

letzter Lauf

Die Ergebnisse wurden etwas verfälscht dargestellt. Meine normale Höchstgeschwindigkeit liegt bei maximal 11,7 – 12,5 km/h, welche ich allerdings nicht lange halten kann. Auch die Höhenmeter sind so verfälscht aufgezeichnet. Ich gehe davon aus, das ich etwas mindestens 500 Meter weniger gelaufen bin. Zwar habe ich die gewöhnliche Kurzstrecke um einige Meter verlängert, jedoch nicht um mehr als einen Kilometer.

Jedenfalls bin ich froh wieder gelaufen zu sein. 🙂 Immerhin etwas. Ich bin kein Freund von Bier, besonders nicht von alkoholfreien, las aber, dass es ein prima Isodrink ist, um die ausgeschwitzten Mineralien wieder zuzuführen. Ich quäle mir gerade eins rein 🙂

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende!

Läuft’s? – Der innere Schweinehund #3

Die Bilanz meiner Läufe sieht mager aus. Seit September 2013 zeichne ich mit der App runtastic PRO diese auf.

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Traurige Bilanz. An schichtfreien Tagen ist Zeit vorhanden, aber nicht immer spielen Lust, Wetter und Gesundheit mit...

Gerade mal 85 Kilometer waren es in diesem Jahr. Rechne ich (manuell) nicht nachgetragene Aktivitäten ein (GPRS Abstürze, App nicht gestartet) wären es auch nicht ganz 100 km.

DER DURCHBRUCH

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Heute allein bin ich knapp 6,4 Kilometer gelaufen und zum ersten Mal habe ich 10 km/h geschafft.  Das heisst pro km habe ich genau 6 Minuten gebraucht – ca ganze 20 Sekunden je km weniger . Ich bin zufrieden! Jedoch! Plötzlich verließ mich die Kraft – ich musste pausieren. Schade. Auf dem Rückweg, im Fußgängertempo mahnte ich einen Hundebesitzer, der sein menschengroßes „Schoßhündchen“ unangeleint mitführte, dass noch mindestens 2 Läufer_innen (davon eine sehr attraktive Frau) unterwegs sind. Dieser winkte leichtfertig ab. Mist – ich hätte ihn (für Klagefälle) ablichten sollen, leider habe ich zu spät „geschaltet“!
Ich wünsche meinen Leser_innen ein angenehmes Wochenende!

Läufts? – Der innere Schweinehund #1

Juhu. Ich bin mal wieder gelaufen. Nach den Update funktioniert die runtastic App fürs Handy auch wieder genauer:

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9,0 km/h - Leistung in meinem oberen Bereich - zufriedenstellend bei meinen BMI

Es war seit Wochen mein erster Lauf. Ende August schaffte ich am Stück knapp 10,5 km in 66 Minuten. Da ich  „zu klein für mein Gewicht“ (viel zu dick) bin, bleibe ich wohl noch geraume Zeit deutlich unter 10… 12 km/h.
Ich schaue mal kurz auf die Streckenabschnitte im Detail:

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Am Anfang ging's bergab. Der Elan war noch vorhanden...

Geplant waren grössenwahnsinnige 8…10 km, meine Vernunft sagte:

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So verweilte ich schnaufend und machte mich zu Fuß im Schleichtempo nach Hause. Dabei entstanden folgende Bildaufnahmen:

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Das Farbspiel am Himmel entschädigte – ein Schäferhund nahm Notiz von mir – sein Herrchen rief die unangeleinte „Leika“ zurück. Unterwegs bin ich 2 Läufer und einen Nordic Walker begegnet. Soweit vom Sport am Montag!

Was Menschen verbindet…

Die Zugfahrt an Feiertagen verläuft anders als sonst. Verbindungen mit der Bahn und anderen Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs sind schlechter, da Züge die sonst verkehren nicht fahren. Läden und Kioske sind geschlossen – die Fahrgäste sind anderer Natur . Statt der üblichen werktätigen Bevölkerung – Schüler, Studenten… trifft man auf Partygänger und Reisende, die auf den Weg zu Freunden und Verwandten sind; Wanderer und Bummler. Die Wartezeiten auf den Anschlusszug verlängern sich und man freut sich, wenn man mit Bekannten die Zeit rum bekommt. Man unterhält sich, stellt fest welche Hobbies und Interessen einen verbinden – gegebenenfalls Lebenschiksale.
Oft wundert man sich, warum man mit gewissen Menschen mehr klar kommt als mit Anderen…
Um etwa die gleiche Zeit, als ich den neuen Kollegen kennen lernte, tauchte auch ein neues Gesicht auf. Diese Person geht uns aus dem Weg, als ob wir eine ansteckende Krankheit hätten. Mir egal, ich ecke oft an – muss nicht mit Jeden auskommen, es wundert nur das schlichte „Warum“…
Anders war es mit T. Gleich bei dem Kennenlernen festgestellt, das eine gemeinsame Gesprächsbasis vorhanden war. Trotzdem wir uns von Wesensart und Gemüt unterscheiden, aussergewöhnliche Interessen teilen wir. Heute stellte ich fest, das unsere Lebensumstände ähnlich waren und man ist überrascht, das gerade dies verbindet, obwohl es eigentlich geradezu offensichtlich ist… Vielleicht „stehen“ wir sogar auf den selben Frauentyp. 😉 Erfahrungswerte, in Positiven, wie Negativen ergänzen irgendwie einander; erstaunt werde ich oft mit dieser Tatsache konfrontiert. Vielleicht der Beginn einer Freundschaft?
Ich wünsche einen schönen Feiertag!

In aller Ruhe…

…schließe ich den letzten Arbeitstag in dieser Woche ab. Es dämmerte schon, als ich mich im Zug ausgelassen mit guten Bekannten unterhielt. Durchatmen… Am Bahnhof trennen sich unsere Wege. Ich schließe meine Jacke, die kühle Morgenluft treibt mir erfrischend Röte ins Gesicht. Ich laufe zügischen Schrittes den Heimweg entlang. Am Himmel herrliches Morgenrot, Schleierwolken und Kondenzstreifen der Überschallflugzeuge. Wildkräuter blühen am Wegesrand…

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Ich liebe diese Farbenspiele. Fast menschenleer sind Wege und Straßen.
Fast war es eine perfekte Arbeitnacht.
Das Chaos daheim muss gelichtet werden. Die Zeit will ich dafür nutzen. Noch eine heiße Tasse Kaffee und endlich ein paar Stunden schlafen.
Ich wünsche einen schönen Samstag!