Zeit für die Regeneration

… ist der Urlaub noch so fern –
doch die Insel freier Tage bringt
etwas Luft zum atmen.

Die Abendluft kühlt – der Regen plätschert – verjagt das Treiben auf der Straße – STILLE…. befreiend. Das Licht ringsum erlischt.

Ich atme durch und schreibe diese Worte zum Wochenstart!

Eigentlich liebe ich es…

…dieses tiefe und wundervolle Gefühl der Ruhe und Stille. Sie ist der pure Kontrast zu meiner Persönlichkeit, welche sich wie ein schützender Mantel um mich legt. Besonders mag ich diese „Ruhe vor dem Sturm“ auf den Weg zur Sonntagsschicht. Doch heute war sie geradezu erdrückend. Die Menschenmassen beim Zwischenhalt auf dem Bahnhof wirkten wie plastische Gestalten im Vorspann der Handlung eines Spielfilms. Man hätte eine Münze auf den Boden werfen können, sie hätte laut geschallt im sonoren Geflüster der Massen. Ich tätigte meine üblichen Einkäufe und wartete auf den Anschlußzug, traf dort auf vertraute -teils heitere, teils müde Gesichter… Der „Sturm“ brach los, es war aber angenehm und erträglicher als sonst. Nach Mitternacht kam ich an und schrieb diesen Eintrag – in angenehmerer und vertrauterer Form der Stille in dieses Blog. Es ist schon mal wieder Montag und angenehm finster.

Whats a wonderful night…

…so könnte man es im Rückblick betrachten. Ja, meine Arbeitshose wurde rechtzeitig trocken. Gemütlich noch abends was Warmes gegessen – Bohneneintopf, Quark. Dann in aller Ruhe geduscht, Arbeitsklamotten angezogen und auf zum Bahnhof. Fast könnte man sagen eine ruhige Nacht. Nicht die üblichen schrägen Gestalten getroffen, welche sonst auf den Straßen daher latschen – herrliche Stille. Der Zug fuhr, man glaube es kaum – PÜNKTLICH!!! Selbst am nächsten Aufentaltsort… Stille. Man traf Leute, welche man, durch andere Schichtläufe ewig nicht sah, freute sich und auch die Kollegen bei der Schicht, gut gelaunt – strahlende Gesichter… Die Arbeit ging ruhig von der Hand und ich hatte sogar in dem Arbeitsbereich, wo ich nicht so gerne bin, Freude.. Komisch, so wohl wie heute habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Jetzt noch schnell lüften, nen Tee aufsetzen und schlafen… Ich wünsche Euch ein schönen Tag und mir ne ruhige „Nacht“.. Wenn so nur immer der Alltag wäre 😛

Der Neujahrstag – endlich vorbei!!!

Meine Ansprache zum neuen Jahr folgt erst jetzt. Raus aus den verschwitzten Arbeitssachen, Wohnung durchgelüftet, Computer angeschmissen. Ich atme durch – der erste Arbeitstag geschafft. Die meisten Freunde der Böllerei schlafen ihren Rausch aus – Stille auf den nächtlichen Straßen. Gedanken und Gefühle der Zufriedenheit nur das Rauschen des Nachtwindes zu vernehmen. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn. Retrospektive: Kurz vor Mitternacht ein Bierchen auf Ex getrunken – nur eins, 7:30 Uhr aufstehen, das restliche Seelachsfilet gebraten, dazu einen starken Kaffee aufgesetzt, geduscht, in aller Ruhe angezogen und schnellen Schrittes zum Bahnhof gelaufen, so wie die vielen Sonntage auch. Einen Kollegen getroffen, gemeinsam zur Arbeit gefahren, jeden ein „Gesundes Neues“ gewünscht, Kakao und Zigaretten konsumiert und dann auf zur Schicht. Hatte Glück, war an meinen Lieblingsbereich, welcher (zum Glück) kaum ein anderer mag wie ich. Auf den Weg nach Hause die Stille der Nacht genossen.