„Heureka“ rief einst Archimedes und rannte jubelnd

durch die Straßen. Nackt wie die Natur ihn erschuf. Diese Anektode über ihn kennen die Meisten noch aus der Schule, aus dem Physikunterricht. Die Leute schauten ihn verblüfft hinterher. Archimedes hatte vom König den Auftrag erhalten den Goldgehalt seiner Krone zu prüfen. Er stand vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Kurz vor besagter Szenerie wollte er sich baden und stellte fest, das sein Körper Wasser verdrängte, sobald er sich in die Horizontale begab. Als er aufstand, senkte der Wasserstand sich wieder um den selben Betrag. So entdeckte er die physikalische Dichte, Θ=m/V.. Er konnte mit dieser Entdeckung so den Goldschmied des Betruges überführen. Sieht man heut zu Tage jolende Menschen, so haben sie selten gute Ideen. Meist wird diese Art von Euphorie erhöten Alkoholkonsums in Verbindung mit gewissen Veranstaltungen erzeugt.. Na ja. Sei es drum. Wünsche einen schönen Tag.

Eisige Kälte wärmt mein hitziges Gemüt

Jetzt ist die beste Zeit zu schreiben. Wieder eher zu arbeiten angefangen und auch eher aufgehört. Zu Hause sitze ich jetzt in dicker Straßenjacke – jetzt wird gelüftet, Kälte und Sauerstoff dringen in meine 4 Wände. Das Thermometer fäll auf 6 Grad. Es war eine gemütliche Nacht mit gut gelaunten Kollegen, letzte Woche um diese Zeit sah das anders aus 🙂 Gegen 6 Uhr bläst die Heizung ab, da dusche ich in aller Ruhe und die Wohnung heizt sich auf. Kälte am Morgen, ohne glatte Straßen finde ich wunderbar. Ich werde gelassener und genieße die Ruhe, ehe das Leben auf den Straßen pulsiert. Da ist dann bei mir schon längst das Rollo unten und ich lege mich so gegen 7 erst mal schlafen. Nun springt die Heizung an und ich schließe die Fenster und beende lächelnd diesen Beitrag. Gefühle der Zufriedenheit, der Alltag beginnt erst wieder am Nachmittag…

Whats a wonderful night…

…so könnte man es im Rückblick betrachten. Ja, meine Arbeitshose wurde rechtzeitig trocken. Gemütlich noch abends was Warmes gegessen – Bohneneintopf, Quark. Dann in aller Ruhe geduscht, Arbeitsklamotten angezogen und auf zum Bahnhof. Fast könnte man sagen eine ruhige Nacht. Nicht die üblichen schrägen Gestalten getroffen, welche sonst auf den Straßen daher latschen – herrliche Stille. Der Zug fuhr, man glaube es kaum – PÜNKTLICH!!! Selbst am nächsten Aufentaltsort… Stille. Man traf Leute, welche man, durch andere Schichtläufe ewig nicht sah, freute sich und auch die Kollegen bei der Schicht, gut gelaunt – strahlende Gesichter… Die Arbeit ging ruhig von der Hand und ich hatte sogar in dem Arbeitsbereich, wo ich nicht so gerne bin, Freude.. Komisch, so wohl wie heute habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Jetzt noch schnell lüften, nen Tee aufsetzen und schlafen… Ich wünsche Euch ein schönen Tag und mir ne ruhige „Nacht“.. Wenn so nur immer der Alltag wäre 😛

Zappenduster- oder Gedanken zum Alltag vom Samstag

Gestern war ein wirklich langweiliger Tag. An diesen hätte ich, abgesehen von den zusätzlich freien Tagen auch regulär frei gehabt. Langweilig? Eigentlich nicht wirklich, hätte genug zu tun gehabt – konnte mich allerdings nicht dazu aufraffen. Am späten Nachmittag entschloss ich mich ein paar nötige Einkäufe zu erledigen, schlenderte durch die Kleinstadt. Der milde Winter machte bisher (zum Glück) Streudienste überflüssig, sodass man sich bequem zu Fuß fortbewegen konnte. Wieso hatte der „24 Stunden Bereich“ der Bank heute nicht wie üblich 6-18 Uhr auf? Richtig, Wochenende – zu.. Als das Nötigste erledigt war, stellte man fest, daß es ohne die geringe Straßenbeleuchtung irgendwie doch recht düster ist. Die Nebenstraßen waren wenigstens noch beleuchtet. Das war letztes Jahr komischerweise nie der Fall. Da spiegelte das Glatteis fast derart, das man sich beim Hinfallen beobachten konnte. Zudem hatte ich Spielverderber fast wie immer eine Taschenlampe dabei. Ein Update mit Fotos folgt…

Seid Ihr eine laute Klasse…

…hatte man uns damals gesagt. Damals, ich war gerade in der 5. Klasse… wann war das etwa? 1986. Man hatte uns aufgenommen, wie lautstark wir uns im Werkunterricht unterhalten haben und hatte uns dies als Klasse vorgespielt. Wir haben geschmunzelt. Ein bisschen Unterhaltung, ein paar kleine Flüche, so wie das halt so Kinder / Heranwachsende in diesem Alter tun.

Um ehrlich zu sein, ich war froh in einer Klasse zu sein, wo es nicht allzu viele Spießer gab, welche auf Appellen Loblieder über alles mögliche vortrugen. So wie es Viele taten. Appelle… Na ja. Gleich zum Schuljahresbeginn strammstehen in Pionierbluse und FDJ Hemd. Einige sind während des Appelles abgeklappt und wir durften weiter stramm stehen. Erinnerungen mit gemischten Gefühlen.

Jedoch. Wir haben gelernt:

  1.  Respekt vor dem Alter zu haben. In Bussen und Bahnen aufzustehen, wenn es Rentnerinnen und Rentnern oder älteren Werktätigen an Sitzgelegenheiten fehlte
  2. Im Straßenverkehr Fußwege nicht unnötig zu blockieren, hintereinander zu gehen, damit auch bei schmalsten Wegen ein Durchkommen ist.
  3. höflich zu grüßen uns allgemein freundlich zu verhalten.

Na klar, nicht jeder hat sich daran gerne und oft  daran gehalten. Es war jedoch eine Seltenheit, dass Jugendliche Plätze älteren Mitbürgern verweigerten. Heute ist das leider Standard. Sagt man etwas zu Jugendlichen, wird man bestenfalls doof angestarrt. Man beobachtet im Alltag einen allgemeinen Verfall der grundlegensten Sitten und Gebräuche eines respektvollen Umgangs miteinander. Man sieht Familien auf Fußwegen mit Fahrrädern nebeneinander fahren. Den Kleinsten wird schon vom Elternhause sehr wenig mitgegeben. Man trampelt in der Öffentlichkeit rum wie Schweinchen in der Suhle.

Um eines klarzustellen. Ich bin keinesfalles ein Verfechter von Sitte und Moral. Das war ich nie und möchte es auch nicht sein. Eine lustige Anektode vor einigen Tagen war das Gespräch einiger Jugendlicher zufällig auf offener Straße mitzubekommen.

Da standen drei, vielleicht 12 bis 14 jährige. Fragen beide den Einen. „Kommst Du heut abend mit zu XYZ…“ 

Meinte der Dritte: „Geht nicht, wir schreiben doch morgen ne Klassenarbeit, muss noch lernen.“

Einer von den beiden Anderen: „Wofür? Wir bekommen doch eh nur später Hartz IV.“

Ich finde es schade, dass mangelns Perspektivlosigkeit jungen Menschen jede Hoffnung auf eine Zukunft genommen wird. Ich erinnere mich wie ich als Jugendlicher stolz war bei Apfel- und Kirschernte im Sommer Geld dazuverdienen zu können. Mein eigenes Geld, von welchem man sich was kaufen konnte. Heute wird Vieles als Selbstverständlichkeit gesehen. Oma und Opa kaufen schon. Mama hast Du n paar Euro fürs neue Handy? Wer nichts hat ist nichts. Wer nicht die neueste Mode trägt, wird als asozial abgestempelt.

 

Zurück zu unserer lauten Klasse von damals

Um ehrlich zu sein bin ich froh ein paar Jahre älter zu sein um nicht in dieser Zeit in die Schule gehen zu müssen, wo eine „laute Klasse“ das kleinste aller Übel ist. Da wo man vielleicht organisiert Schutzgelder erpresst, die Gewaltschwelle niedrig ist.

Nicht alles ist eine Frage der Erziehung – Vieles eine Frage der Perspektive. Kann man etwas erreichen? War die Schule umsonst, weil man eh keine Arbeit, Ausbildung  bekommt? Ich hoffe, dass man irgendwann wieder mit guten Gewissen Kinder in diese Welt setzen kann, um zu sehen, dass sie würdevoll ihre Zukunft selber aufbauen können, durch Fleiß ihrer Hände, ohne entwürdigendes Hartz IV. Vielleicht wird dann auch ein menschliches Miteinander möglich sein.

Wollen wir mal darüber reden? Ich wäre über Eure Kommentare und Vorschläge wirlich gespannt. Ich hoffe auf eine angeregte Diskussion.