Läufts? – Der innere Schweinehund #8 – Eine magere Zwischenbilanz

Ich erinnere mich an meinen ersten Lauf in diesem Jahr, es war der 1. Januar 2015 – der Neujahrslauf. Ich war damals gleich aus mehreren Gründen froh dort mitgelaufen zu sein.

  1. Ich hatte Sylvester / Neujahr von meiner Firma frei (bekommen) und hatte so die Gelegenheit überhaupt am Lauf teilzunehmen
  2. Ich konnte mich dazu überwinden am Lauf teilzunehmen und hatte so die Möglichkeit möglichst früh das (damals) noch neue Jahr läuferisch zu beginnen.
  3. Das Wetter hatte mitgelspielt. Es war 4 Grad warm und die Straßen waren passierbar und ohne Glatteis
  4. ich war überhaupt zum ersten Mal (wenn man die DDR Zeit mal ausklammert) bei einer Laufveranstaltung mitgelaufen. So mit Startnummer und habe das T Shirt zur Veranstaltung bekommen 🙂

Bereits Ende Januar hatte ich mehr als 30 Kilometer hinter mich gebracht. Und nun?

Die magere Zwischenbilanz

Jahresbilanz 2015
Gerade mal 20 Kilometer sind seit dem erst neu dazugekommen. Eine magere Bilanz! 😦 Als hätte ich es schon geahnt als ich damals diesen Beitrag schrieb.. Was waren die Gründe?

  1. Im Februar hatte ich mir eine Knieverletzung bei einem Lauf zugezogen, die mich am laufen hinderte
  2. ich war übervorsichtig und verlor so vorübergehend die Lust mich sportlich zu betätigen.

Anfang Mai hatte ich mich dann überwunden einen ersten Lauf zu machen

Mai 2015

Genau genommen waren es gleich 2. Bereits nach etwas mehr als 3 Kilometer musste ich auf Grund mangelnder Kondition pausieren. Ich machte Halt am nördlichen Wendepunkt meiner Kurzstrecke und wollte den Rückweg nur noch langsamen Fußes nachhause. Eine innere Stimme sagte: „Raff Dich auf und versuche noch ein Stück!“ und so wurde ein zweiter Laufversuch gestartet. Immerhin schaffte ich da noch mal ca. 1,5 km mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 9 km/h. Die letzten Wochen waren voll mit Terminen. Auch auf Arbeit war viel los. Wenn ich mal frei hatte konnte ich mich auch nicht nur einmal überwinden zu laufen. Selbstkritisch sehe ich den Grund im Rückblick kaum an mangelnder Selbstdisziplin.

Wenn ich es selbst bei Minusgraden schaffe zu laufen, so gebe ich nicht dem Wetter die Schuld und auch nicht den Mangel an Zeit.

Beim heutigen Lauf hatte ich einige GPRS Probleme. Das Signal verlor sich an einigen Streckenabschnitten.

letzter Lauf

Die Ergebnisse wurden etwas verfälscht dargestellt. Meine normale Höchstgeschwindigkeit liegt bei maximal 11,7 – 12,5 km/h, welche ich allerdings nicht lange halten kann. Auch die Höhenmeter sind so verfälscht aufgezeichnet. Ich gehe davon aus, das ich etwas mindestens 500 Meter weniger gelaufen bin. Zwar habe ich die gewöhnliche Kurzstrecke um einige Meter verlängert, jedoch nicht um mehr als einen Kilometer.

Jedenfalls bin ich froh wieder gelaufen zu sein. 🙂 Immerhin etwas. Ich bin kein Freund von Bier, besonders nicht von alkoholfreien, las aber, dass es ein prima Isodrink ist, um die ausgeschwitzten Mineralien wieder zuzuführen. Ich quäle mir gerade eins rein 🙂

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende!

Läuft’s? – Der innere Schweinehund #6 (Lorbeeren und so…)

Wieder mal gelaufen…

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Oh ja. Fast ein Drittel der Jahresleistung schon jetzt. Da kann man sich doch mal entspannt zurücklehnen, oder?

Zwei Läufe an 2 Tagen hintereinander – toll oder? Der erste Lauf sogar ein neuer Geschwindigkeitsrekord!

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Wie schön. Endlich mit rasanteren Tempo unterwegs. Weniger als 6 Minuten pro Kilometer im Schnitt.

Ich blicke entspannt auf die Statistik und denke in vollster Selbstzufriedenheit, dass man sich keine Sorgen machen braucht?  NEIN!
Denn ich hatte schon Monate dabei, welche schon annähernd so erfolgreich waren.

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Wäre es immer so gelaufen wie im Juli letzten Jahres, JA DANN...

Und dann? Eine ganze Weile nichts.
Der innere Schweinehund machte sich breit. Es ist wichtig für mich sich gesunde Relationen zu setzen.  Gestern lief ich bewusst etwas langsamer,  damit ich eine größere Strecke ohne Puste zu verlieren hinbekomme. Warum?
Mitte März findet eine Laufveranstaltung über 9 km Länge statt. Was nützt es mir da 5 Kilometer Vollgas zu geben, um dann die Strecke nicht zu schaffen? Ab morgen geht es wieder schichten, 7 Tage Nächte durch und wenn man mit Fahrt und Fußweg gut 12,5 Stunden unterwegs ist, fällt es mir schwer sich wenigstens einmal zum Laufen zu überwinden. Nun heißt es wieder kürzer treten ohne aber den Anschluss zu verlieren.  Ich genieße die letzte freie Nacht und wünsche meinen Leser_innen eine gute selbige 🌟🌜

Wenn die „Heiße Zitrone“ nicht mehr schmeckt…

…dann merkt man, daß das Frühjahr langsam Einzug hält. Jedenfalls mir geht das so. Gestern noch nach der Schicht wirkte sie Wunder, hat belebt. Ich mußte mich kurz schütteln und das „Sauer macht lustig Gefühl“ entfaltete seine Wirkung. Heute? Irgendwie war es anders… Das Zeichen für mich, daß man bald mit joggen anfangen sollte, ehe die heiß – kalte Dusche den Tag, in meinen Falle die Nacht abschließt. Na ja, wenn ich nach Hause komme ist es noch dunkel, doch meine innere Stimme sagt: „Bald ist es wieder soweit“. Sport? Der größte Fan bin ich nun wirklich nicht und es kostet mich viel Überwindung. Nun ja. Noch ist es ein leises Flüstern und kein lauter Schrei.